Rezensionen

Kathis Bewertung 05 Sterne.png

Endlich ist er da, der letzte Teil dieser von mir heißgeliebten Trilogie! Prompt sorgt sie dafür, dass ich alles um mich herum vergesse, wenn ich dieses Buch in Händen halte …

Erstaunlich präzise greift Clare im finalen Teil der Schattenjäger-Trilogie kleine Fakten – verstreut in den ersten beiden Bänden – auf, die damals offen blieben oder für Verwirrung und Grübeln sorgten. Vieles wird auf einmal deutlich und scheint nun so klar, als würde es von einem Elbenlicht angestrahlt werden. Kleinigkeiten, die schon in Vergessenheit geraten waren, ruft sie auf diese Weise wieder hervor, ohne ermüdend zu erklären.

Der Drang weiter zu lesen kämpft gegen den Schrei „Nein, das darf doch wohl nicht wahr sein! Wie kann sie das den Figuren nur antun!“ und dem Wunsch, einfach die Augen zu schließen, an. Letztendlich siegt er. Der Wunsch, endlich zu wissen, was geschehen wird und wie das Ende aussieht, ist einfach zu stark.

Das Ende … ja, ein schönes Ende – in mehr als einer Hinsicht!
Wie es allerdings gestaltet ist, werde ich nicht verraten. Nur so viel: Beim Lesen wird es noch viele Überraschungen geben, versprochen!

Cassandra Clare schuf mit „City of Glass“ einen würdigen Abschluss für ein grandioses Gesamtwerk! Zu empfehlen ist diese Reihe für Groß und Klein. Sie ist spannend, fantasievoll, bissig, schnell, impulsiv und vor allem emotional. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Schließlich zieht Clare fast alle Register, was mystische Wesen und Emotionen betrifft und ist so Schöpferin eines faszinierenden Urban-Fantasy-Werkes.

Besonders beeindruckend fand ich persönlich die tiefe Verbindung zur Religion, die trotz ihrer fast allgegenwärtigen Präsenz nie erdrückend und zwangvoll wirkt. Clare will niemanden bekehren, sondern ihre Leser für die Seele der Menschen sensibilisieren.

Auch die Covergestaltung sei hier erwähnt. Diese war übrigens der Grund dafür, dass ich überhaupt auf die Reihe aufmerksam wurde. Verspielt und dennoch glamourös; düster, aber trotzdem schön weckt sie das Interesse am Inhalt. Dieser tut es dem Cover gleich und zieht den Leser sofort in seinen Bann.
Bei deutlich mehr Seiten, als in den ersten beiden Bänden, hat „City of Glass“ doch eine ähnlich Breite. So wird deutlich, dass Clare ihrem Stil treu bleibt – und das tut sie auch: Sie begeistert von der ersten Seite des ersten Bandes bis zur letzten Seite des letzten Bandes!

Fazit: Wer weinen, schreiben will vor Freude sowie vor Angst, Trauer und Verzweiflung … wer mit den Charakteren fühlen, eins mit ihnen werden will … wer sich ganz in einer Romanreihe verlieren will … wer Urban-Fantasy in großer Bandbreite liebt … der kommt an den „Chroniken der Unterwelt“ nicht vorbei – Lesen ist ein absolutes MUSS!

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von www.cultural-noise.de