Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Sebastian George Crawfort, Duke of Hartford ist sich sicher, dass es der Einfluss der Witwe Lady Theodosia Winferns ist, der seine Schwester Perdita dazu angetrieben hat wegzulaufen - mehr noch, vermutlich hat sie die ganze Sache geplant! Ergo, Sebastian muss Theodosia so lange dicht auf den Fersen bleiben, bis Perdita gefunden ist.

Theodosia, für ihre Freunde Theo, ist sich keiner Schuld an Perditas Entschluss bewusst, dennoch fühlt sie eine freundschaftliche Verantwortung, da Perdita ein Mitglied ihres geheimen Damenclubs war und somit zu ihrer selbsternannten Familie gehört. Und da wäre dann ja auch noch der Duke.

Dieser stellt sich zwar als Feind und Bedrohung für ihren Club dar, seine Anziehung auf Theo wird damit jedoch nicht geschmälert. Auch Sebastian fühlt diese unerklärliche und fremde Anziehung für die unkonventionelle Witwe, die sich im Laufe ihrer Suche nach seiner Schwester jeden Tag verstärkt. Kann sie für ihn nur eine Affäre sein oder bedeutet ihm Theo längst mehr?

Wie so oft, bin ich beim Stöbern zufällig auf Alyssa Clarke gestoßen. Nach meiner Erfahrung stehen die Chancen dabei auf eine Autorin zu treffen, deren Erzählstil mir zusagt, eher gering sind. Ich weiß, dass ich viele „Frösche küssen muss“, bevor ich „einen König darunter finde“. Mit Alyssa Clarke ist mir ein solcher, vielversprechender Fund gelungen.

„Love me, if you dare“, ist einer der Geschichten, mit ca. 250 gedruckten Seiten, die ich als Mini-Liebesroman oder Kurzroman bezeichne. Es hat sich herausgestellt, dass ich dieses Format sehr gerne lese, obwohl ich es mit Anthologien oder Kurzgeschichten grundsätzlich nicht so habe.

Vor allem aber hat mir der amüsante und lockere Ton der Geschichte gut gefallen. Dabei sind, sowohl Sebastian als auch Theo gefällige und eigenständige Charaktere. Sie haben, ohne zu klagen, das Beste aus ihren jeweiligen Situationen gemacht und finden sich nun auf unsicherem Terrain wieder. Für mich als Leser absolut verständlich und nachvollziehbar.

„Love me, if you dare“, war ein „easy read“ für mich, keine gequälten Seelen, keine Missverständnisse und kein hin und her. Vielleicht ist dieser Kurzroman nicht für jede Gelegenheit passen, manchmal steht einem der Lese-Sinn nun einfach nach tieferen Konflikten, doch für jetzt und heute fand ich die Geschichte einfach bezaubern. Und natürlich habe ich mir gleich weitere Teile der mittlerweile doch recht umfangreichen „Wagers and Wallflowers“-Serie zum Lesen ausgeliehen.

Kurz gefasst: ein „easy read“, locker, leichte und amüsante Liebesromanunterhaltung in einem kompakten Format.