Rezensionen

Schnees Bewertung 05 Sterne.png

Wow! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sich die Autorin mit dem fantastischen Einstieg bei "Nacht des Begehrens" noch steigern kann. Aber genau das hat sie getan. "Kuss der Finsternis" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

Besonders die Figur Kaderin wuchs mir sehr schnell ans Herz. Die Kriegerin, die nach einem entsetzlichen Vorfall, keine Gefühle mehr spüren konnte, wird plötzlich wieder mit diesen konfrontiert als sie auf Sebastian trifft.
Sebastian, der gegen seinen Willen zum Vampir wurde, verbrachte die letzten 300 Jahre in Einsamkeit. Als er Kaderin begegnet, die ihn eigentlich töten möchte, erwacht er aus seinem Kummer und jagt der schönen Walküre hinterher um sie schützen und zu lieben.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich auf der einen Seite sehr rasant, da Sebastian genau weiß, dass er sie will. Doch Kaderin wehrt sich zunächst gegen ihre Gefühle und lässt den verhassten Vampir und die Leser warten.
Die Grausamkeit von Kaderin verwundert Sebastian zunächst, doch als er herausfindet warum sie so geworden ist, bewundert er die starke Frau umso mehr. Trotzdem wünscht er sich für sie eine ruhigere Zukunft.

Die Wallküren mischen auch in diesem Band wieder kräftig mit, aber dadurch dass sich Kaderin auf einer Art Schatzsuche befindet ist ihr Einfluss nicht ganz so stark gegeben wie im vorherigen Band. Auch ein Werwolf (Bowen) mit einer großen Leidensgeschichte spielt am Rande eine Rolle. Von ihm werden wir sicher in einem der nächsten Bände lesen.

Obwohl Kaderin, oder Katja wie sie von Sebastian sehr zu ihrem Missfallen genannt wird, und Sebastian nicht sofort gänzlich zueinanderkommen, gibt es einige sehr direkte Erotikszenen die scheuen Pflänzchen sicher eine Röte ins Gesicht zaubern. Die Autorin beschreibt sehr offen und unverblümt das Treiben der beiden Liebenden.
Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Flüssig zu lesen, abwechselnd derb, lustig und ironisch- einfach perfekt.

Der Roman ist wie gefüllte Zartbitterschokolade- außer herb und innen schmelzend süß!

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Zum Buch:

Kaderin, die Kaltherzige, hat nach einem schrecklichen Erlebnis in ihrer Vergangenheit alle Gefühle verloren. Für sie ist diese Tatsache kein Problem, vielmehr hilft es ihr zu der eiskalten Killerin zu werden, die sie sein will. Dabei ist ihr oberstes Ziel die Tötung von Vampiren. Genau jeder Rasse die für ihre Verluste verantwortlich sind.

Als sie auf den Vampir Sebastian Wroth trifft, der eigentlich ihr nächstes Opfer sein sollte, ist es allerdings um sie geschehen und lange begrabene Gefühle brechen aus ihr heraus. Völlig verwirrt von dieser Entwicklung läuft sie weg und hofft diesem Blutsauger nie wieder zu begegnen.

Aber Sebastian ist von nun an immer nah bei ihr. Er hat endlich nach 300 einsamen Jahren seines vampirischen Daseins seine "Braut" gefunden. Die eine Frau, die für ihn bestimmt ist und er gibt einen Teufel darauf sie wieder aus den Augen zu lassen.

Derartig plötzlich in die Geschichte hineingeworfen hatte ich zunächst einige Zeit damit zu tun, mich zurecht zu finden. Nicht zuletzt lag das wohl an den Hauptfiguren von Sebastian und Kaderin, mit denen ich nur sehr, sehr langsam warm wurde.

So war mir Sebastian einfach zu wenig und Kaderin zu viel von allem. Das Problem ist nur, dass ich dazu eigentlich keine richtige Begründung abgeben kann, da ich ein absolutes Faible für starke Heldinnen habe und Kaderin genau in dieses Schema passt.

Vielleicht hat es mir aber auch einfach zu lange gedauert bis Sebastian Kaderins Eispanzer zum Schmelzen bringen konnte. Vielleicht war mir diese Paarung aber generell nicht so sympathisch oder ich war einfach nicht in Laune für so eine derart unabhängige Heldin. ;-)

Irritierend empfand ich den Kontrast zwischen düsterer, ernster Geschichte und der ein wenig albern geratenen Einlagen. Irritierend, weil gerade dieses Wechselbad der Stimmungen mir im 1. Teil der Serie "Nacht des Begehrens" so gut gefallen hatte.
Lachen musst ich aber dennoch, weil die Autorin es einfach versteht, genau die Witze zu reißen, die mich zum Schmunzeln bringen.

Was ich wirklich, wirklich klasse fand war die Idee der Geschichte. "Die Tour", einer Art Schnitzel- oder Schatzjagd des Mythos, bei der fast alle Mittel erlaubt sind weiter zu kommen, bzw. sein Ziel zu erreichen. Allein der schnelle und häufig Ortswechsel bringt eine flotte Dynamik in die Geschichte hinein, der man nur atemlos gespannt folgen kann.

Zuerst hat mich nur der interessante Plot vorangetrieben das Buch weiter zu lesen, aber ganz, ganz langsam, im Laufe des Buches, schlichen sich dann auch Sebastian und Kaderin in mein Leserherz.
Am Ende habe ich das Buch mit einem breiten Grinsen im Gesicht und froher Erwartung auf einen weiteren Teil der Serie zugeschlagen.

Zum Hörbuch

Das Buch zu "Kuss der Finsternis" habe ich bereits vor einer Weile gelesen und da ich mit meiner damaligen Rezension auch nach dem Hören des Hörbuches noch übereinstimme verweise ich einfach auf die Rezension zum Buch.

Ich bin schon lange ein Fan der Sprecherin Vera Teltz, vor allem wenn es um Geschichten geht, die zwischen dramatischen Szenen, auch immer wieder solche haben, die mit einem Augenzwinkern gelesen werden müssen. Und so macht mir ganz besonders ihre Darbietung der Walküren großen Spaß. Vera Teltz hat es einfach drauf dem "wilden Haufen" die richtige Stimme und Stimmung zu verleihen.

Da für mich die Charaktere der wichtigste Punkt einer Geschichte sind, beschäftigte ich mich in der Regel, wenn ich das erste Mal eine Geschichte lese, zunächst intensive mit selbigen. In diesem Fall wusste ich jedoch dass der Vampir Sebastian und die Walküre Kaderin am Ende eine stimmige Entwicklung durchlaufen haben werden, so dass ich mich vollkommen auf die Beschreibungen der "Tour", der Schatzjagd des Mythos, konzentrieren konnte. Nach wie vor finde ich diese Idee und das was Kresley Cole daraus macht einfach klasse. So war es auch beim wiederholten Kontakt mit dem Stoff einfach spannend davon zu hören.

Kurz gefasst: Eine tolle Idee für eine Geschichte, mitreißend und spannend erzählt. Ein empfehlenswertes Hörbuch. Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten, hat sich "Kuss der Finsternis" zu einem tollen paranormalen Liebesroman entwickelt, der die Freude auf zukünftige Teile erneut geschürt hat.