Rezensionen

Chris' Bewertung 04 Sterne.png

Selten hat ein Unsterblicher so wenig Freude mit seiner Braut als Lothaire, der Erzschurke. Grund dafür ist die Sterblichkeit von Elizabeth, die ihm vom Schicksal zugedacht wurde. Außerdem erweist sich die junge Elizabeth als sehr starrsinnig, widerborstig und mutig. Sie denkt gar nicht daran sich in Lothaires Obhut zu begeben. Zudem ist Elizabeth vom Geist der Todesgöttin Saroya besessen. Schafft es Saroya sich gegen Elizabeth durchzusetzen, dann gibt es grundsätzlich ein Blutbad. Und das ist auch der Grund, wieso Elizabeth schon in jungen Jahren in der Todeszelle landet.

Lothaire, der eigentlich Saroya als seine wahre Braut ansieht, kann nicht zulassen, dass Elizabeth als Wirtskörper seiner Braut stirbt und holt Elizabeth in letzter Sekunde aus dem Todestrakt heraus. Allerdings ist Elizabeth keineswegs dankbar dafür und sie reagiert natürlich noch erboster als Lothaire, als er ihr erläutert was genau mit ihr nicht stimmt und was er zu tun gedenkt. Zudem mischt sich die Göttin ebenfalls immer wieder ein und macht Elizabeth, aber auch Lothaire das Leben nicht einfach.

Damit Lothaire zu seine wahren Braut gelangen kann, muss er den Ring der Summen wiederfinden. Diesen hat er erst Dorada abgenommen, ihn jedoch an Declan Chase verloren, als dieser ihn gefangensetzte. Doch während er auf der Suche nach dem Ring ist, fühlt er sich vermehrt zu der attraktiven Sterblichen hingezogen. Und plötzlich stellt er seine Schwüre beim Mythos, seine Rachepläne und Braut Saroya in Frage.

Wie gewohnt schreibt Kresley Cole spannend, aufregend und nervenzerfetzend. Elizabeth Peirce ist eine großartige Protagonistin und sie hat alles, was der Leser sich wünscht. Und eigentlich auch ein potentieller Ehemann. Leider ist Lothaire in seinem eigenen Buch genauso sympathisch wie in alle anderen Büchern. Also gar nicht.

Sicher, Kresley Cole bleibt ihrer Linie treu und sie vermag es den Leser zu fesseln, die Liebesgeschichte und den Fortgang des Gesamtplots in einen guten Kontext zu setzen. Leider hat es mir nicht gereicht. Dazu ist mir Lothaire einfach zu schräg, zu böse und irgendwann auch zu nervtötend geworden. Außerdem ist er für einen unsterblichen Bösewicht ziemlich weh-und selbstmitleidig. Da kommt er schon ziemlich nahe an den König der Lykae, Lachlan, heran.

Ein Pluspunkt ist jedoch der Fortgang der Geschichte. Die komplett durchgeknallte Nix nimmt einen nicht unwesentlichen Platz ein. Genauso wie der Halbling Thad, die Hexe Balery und dann gibt es noch Lothaires Verwandtschaft. Über sie hat Kresley Cole bereits den ersten Teil eines Spin Offs geschrieben und ich bin schon sehr gespannt darauf.

Kurz gefasst: Eine großartig geschriebene Geschichte mit einer grandiosen Heldin, die leider keinen optimalen Partner bekommen hat.