Rezensionen

Dines Bewertung 05 Sterne.png

In einer Zeit, in der es keine Länder und Staaten mehr gibt, sondern nur noch ein Regime "das Kapitol", lebt die sechzehnjährige Katniss. Dort wurde das Land in 12 Distrikte aufgeteilt. In den meisten dieser Distrikte herrscht Hungersnot und Armut. Als wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es jedes Jahr die "Hungerspiele", bei dem aus allen 12 Gebieten zwei Tribute, ein Mädchen und ein Junge, gewählt werden, um in einer Arena gegeneinander zu kämpfen. Zum Schluss darf nur noch ein Kandidat übrig bleiben...

Von Anfang an wurde mir klar, dass das Kapitol schrecklich grausam ist. Ein Regime, das seine Bürger klein hält, hungern und sogar verhungern lässt und selbst das letzte an Kraft und Energie aus ihnen herauspresst. Das wurde von der Autorin sehr gut dargestellt.
Als Dank dafür müssen sie jedes Jahr ein Fest "feiern" bei dem in jedem Bezirk zwei Kinder geopfert werden, die bei tödlichen Spielen ihr Leben verlieren. Und das Kapitol ergötzt sich auch noch daran!

Aus Katniss Sicht wurde mir ihr Dasein in Distrikt 12 geschildert, was sie schon alles durchmachen musste und was für ein schweres Leben sie und ihre Familie haben. Ich konnte von Anfang an eine Verbindung zu ihr herstellen. Aber auch Peeta mochte ich von Beginn an, als dieser auf der Bildfläche erschien. Nachdem ich von Katniss erfuhr, was Peeta früher einmal für sie getan hatte, mochte ich ihn noch mehr. Darum fand ich es traurig, dass sie ihm gegenüber immer so abweisend reagierte.

Denn Katniss schürte immer ihr Misstrauen auf Peeta, wenn dieser besonders freundlich und nett zu ihr war. Sie sah in ihm nur einen weiteren Konkurrenten, was ich sehr schade fand. Aber als etwas, zumindest für mich sichtbar, zwischen Peeta und immer deutlicher wurde, und sie es partout nicht begriff vor lauter Selbstschutz, hätte ich sie am liebsten kräftig geschüttelt.
Wenn es um Nahrungsmittel und Essen ging, wurden diese immer sehr genau von Katniss beschrieben. Dadurch wurde mir ihr armes Dasein sehr gut vor Augen geführt. Auch das hatte die Autorin klasse gemacht!

Zwischendurch hatte Katniss oft kurze Tagträume, in denen sie sich an bestimmte Momente mit ihrem verstorbenen Vater, ihrem besten Freund Gale oder an Augenblicke erinnerte, bei denen es um ihren direkten Konkurrenten ging.

Wie die Spiele genau aussehen und was dort alles passierte und gemacht werden durfte, verrate ich natürlich nicht. Aber eines verrate ich doch: Die Zeit, in der sie gelernt hatte im Wald zu jagen, half ihr in der Arena ungemein. Von ihrem starken Überlebenswillen war ich von Beginn an begeistert.

Katniss' Versuch, jeden Tag aufs Neue, ohne Waffen Nahrung zu beschaffen, Wasser zu finden und dabei nicht den anderen Tributen über den Weg zu laufen, wurde sehr spannend geschildert. Die raueren und eher blutigen Szenen wurden meiner Meinung nach gut beschrieben, um mir zu zeigen, dass es tödlich endet, aber wurden nicht brutal dargestellt.

Gerade die Phase, als Katniss in der Arena war, gab es immer wieder Momente, die starke Emotionen enthielten. Ich fieberte mit ihr, leidete mit und konnte meistens nur ungläubig den Kopf schütteln über ihren Instinkt und den Drang zu überleben.

An dem einfachen Schreibstil wurde mir sofort klar, dass es sich um ein Jugendbuch handeln muss. Doch durch das schriftliche Können der Autorin wurde auch ich mit Mitte zwanzig von dem Roman gefesselt.

Von Anfang an konnte ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen und so hatte ich es ziemlich zügig durch. Die Geschichte wurde in Ichform erzählt, sodass man zwar nur die Ereignisse aus Katniss Sicht erleben durfte, dafür aber auch an ihren Gedanken und Träumen teilhaben durfte.

Einen großen Minuspunkt gibt es allerdings für die Gegenwartsform des Romans. Mit dieser kam ich einfach nicht klar. Aus diesem Grund und wegen des recht unharmonischen Endes gibt es leider einen Stern Abzug.

Fazit: Für mich eindeutig ein toller Abenteuerroman, der für jung und alt geeignet ist. Ich vergebe fünf Sterne!

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von www.tikvas-schmoekertruhe.de.

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Über den Inhalt der Geschichte wurde schon so viel geschrieben, so dass ich mir eine eigene Inhaltsangabe spare. Viel wichtiger empfinde ich es kurz auf meine Bewertung einzugehen. Ich habe diese Bewertung des Hörbuch in drei Bereiche geteilt: Geschichte, die Sprecherleistung und das Hörbuch, an sich. So sind mir die ersten beiden Bereiche, Geschichte und Sprecherleistung, 5 Punkte mit Sternchen wert, dem Hörbuch, wegen der Kürzungen, kann ich jedoch nur 2,5 Punkte geben. Eine rechnerische Gesamtbewertung läge also bei 4 Punkten. 4 Punkte erscheinen mir jedoch einfach nicht genug Anerkennung für Suzanne Collins Geschichte, so dass ich einem Extrapunkt für "die fesselnde Geschichte und die unglaubliche Spannung" hinzufügen möchte.

Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Ich finde sehr traurig, dass dieses Hörbuch in einer gekürzten Version vorliegt; zumal die Kürzungen, für mein Empfinden, recht ungeschickt eingesetzt wurden. So werden z. B. Stichworte geliefert, die im Hörbuch überhaupt keine Rolle gespielt haben und wo es offensichtlich wird, dass Teile der Geschichte fehlen. So gibt das 6 CD starke Hörbuch allerhöchstens einen oberflächlichen Eindruck des Buches ab und ich kann es nicht als Buchersatz empfehlen; allerhöchstens als Ergänzung und weil das Hörbuch so fantastisch vorgetragen wird.

Maria Koschny, deren Stimme mir durch unzählige Sprecherrollen in Film und Fernsehen fast schon familiär vorkommt, ist eine hervorragende Wahl als Sprecherin für die Ich-Erzählende Katniss. Dass sie beim Lesen genauso von der Geschichte gefangen ist, wir ich als Hörer, erkennt man bei jedem vorgetragenen Satz. Zudem trägt sie die Geschichte genau richtig dosiert vor und bringt dabei gerade so viel Einsatz, dass man von ihrer Erzählweise gefangen ist, diese jedoch nie in den Vordergrund tritt und die Geschichte überlagert. Genauso wünsche ich es mir von einem perfekten Hörbuch!

Der 1. Teil der "Die Tribute vom Panem"-Trilogie "Tödliche Spiele" ist eine Mischung aus Dystopie, Science Fiction, Fantasy, Abenteuer und jugendlichem Gefühlswirrwar in dessen Mittelpunkt die junge Katniss steht. Durch die Ich-Form der Geschichte ist man schnell mit Denkweise und Handlungen verwoben. Genauso gestaltet es sich auch in Sachen Gefühlsverwirrung der Hauptprotagonistin. Ich muss allerdings gestehen, dass ich vor lauter atemloser Spannung, die Geschehnisse zu verfolgen, wenig Zeit hatte, mich intensiver mit den Figuren der Geschichte auseinanderzusetzen.

Einfach berauschend und unglaublich fesselnd zu Hören und süchtig auf mehr machend. "Tödliche Spiele" hat mich trotz der gekürzten Geschichte schlicht und einfach umgehauen. Mein Tipp: Einfach Hören, oder besser noch Lesen, und sich einfach mitreißen lassen - es lohnt sich!

Geschichte: 5
Sprecherleistung: 5
(gekürzte) Hörbuchfassung: 2,5
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+ Extrapunkt für Spannung

Nachtrag: Mittlerweile gibt es eine ungekürzte Download-Fassung des Hörbuches. 09 Std. 41 Min. Spannung ohne Ende - wer also die Wahl hat sollte sich unbedingt für die ungekürzte Fassung entscheiden!