Rezensionen

Tinas Bewertung 04 Sterne.png

Ruth ist eine liebenswerte Person, die Ned über alles liebt.

Aber durch das bessere Kennenlernen seiner Freunde kommen ihr doch einige Zweifel ob alles so ist wie es zu sein scheint. Denn um Erin und Ned ranken sich Gerüchte, die nicht immer so einfach zu überhören sind.

Ned’s Clique besteht aus: Tom, Neds bestem Freund, der mir der glamourösen Erin liiert ist; Jeremy, furchteinflößend und brillant ist; Luke, charmant, mit Abigail verheiratet. Sie alle bereichern das Leben von Ruth und Ned auf die ein oder andere Weise, aber sie haben auch Geheimnisse die es in sich haben…

Jackie und Steven Haskell sind die Eltern von Ned. Steven ist ein sehr ruhiger Mann der sehr unter dem Pantoffel von Jackie steht und sich dessen praktisch nicht erwehrt. Jackie ist eine Frau die wirklich alles gerne unter Kontrolle hat und dabei immer mal übers Ziel hinausschießt. Ähnlicher einer Löwin, die ihr Junges beschützen will und dabei vor nichts zurückschreckt. Es scheint jedoch, dass sie Ruth liebevoll in die Familie aufnimmt, aber meint sie es auch wirklich ehrlich…

Das Buch „Das Geheimnis der Anderen“ ist wie ein Puzzle, je weiter man in dem Buch vorankommt, umso mehr Teile setzen sich zusammen, bis man an Schluss die gesamte Bandbreite von Liebe, Frust, Eifersucht und Neid geboten bekommt.

Und genau darum dreht sich die Geschichte Kirsty Crawfords Story um Liebe, Freundschaft, Eifersucht und was diese aus Menschen machen kann. Obwohl flüssig geschrieben und spannend zu lesen, sollte man sich aber die Zeit nehmen, um die Geschichte immer wieder auf sich wirken zu lassen. Hierbei sollte man auch auf die feinen Zwischentöne achten, die viel vom Charme des Buches ausmachen.

Selber richtig mitgelitten habe ich beim Lesen, wenn die Figuren Jackie, die Schwiegermutter von Ruth, erdulden mussten. Dabei überkam mich immer wieder die Lust, sie einfach mal kräftig zu schütteln und zu fragen, Hallo geht es noch? Ihr Charakter war, meiner Meinung nach, ein wenig zu überzogen gezeichnet und hat mich an einigen Stellen sogar schon fast genervt.

Was ich dagegen sehr schön fand, waren die zwischenzeitlich eingeflochtenen Gedichtszeilen verschiedener Dichter, wie z.B. Rupert Brooke. Wunderbar zu lesen, lockern sie nicht nur beim Lesen, sondern auch optisch den Text sehr schön auf.

Alles in allem ein berührendes Buch mit Tiefgang und zarten Zwischentönen, die mit viel Ruhe genossen werden sollten.