Rezensionen

Kerstins Bewertung 04 Sterne.png

Vivienne ist ein 16jähriges Werwolf-Mädchen. Als das Rudel ca. ein Jahr zuvor beinahe entdeckt worden wäre, weil einige der "Familie" die Kontrolle verloren und Menschen gejagt hatten, kam infolge der Auseinandersetzung ihr Vater, der Rudelführer, ums Leben. Die Überlebenden haben sich neu eingerichtet, doch da der Anführer fehlt, verhalten sich die Mitglieder immer noch extrem wild. Vivienne fühlt sich fehl am Platz, ihre Mutter macht den deutlich jüngeren Gabriel, Aspiranten auf die Anführerschaft, an, mit ihren Werwolffreunden will sie seit dem Mord nichts mehr zu tun haben und zu allem Überfluss hat sie sich auch noch in einen normalen Jungen, Aiden, verliebt, was die übrigen Rudelmitglieder gar nicht gern sehen. Und dann fängt Gabriel auch noch an, ihr Avancen zu machen...

Die Autorin hat eine interessante Sicht auf die Werwolflegende: das Rudel gehört zusammen, Werwölfe werden geboren und nicht gebissen, sie glauben an die Mondgöttin.

Das Buch ist flüssig geschrieben, lässt sich sehr gut lesen.
Mit den Charakteren bin ich allerdings nicht warm geworden, auch wenn es sehr spannend war, ihre Geschichte zu erfahren. Viele der Reaktionen der Figuren sind - soweit dies in einer Werwolfgeschichte möglich ist - realistisch und ohne die üblichen Klischees dargestellt, auch wenn das der Geschichte einen traurigen Beigeschmack gibt.

Das Buch ist ein Jugendbuch, aber ich kann es auch Erwachsenen empfehlen. Sexszenen kommen darin allerdings nicht vor.