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Kas Bewertung

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Wenn man wie Lady Imogene Moore kurz vor der Hochzeit sitzen gelassen wird, noch dazu wegen der eigenen Schwester, verliert man den Glauben an die Männer gänzlich! Vor allem dann, wenn es sich bei besagtem Mann auch noch um einen Herzog, wie eben ihren ehemaligen Verlobten, den Duke of Montrose, handelt. Kein Wunder also, dass sie die Nase von Herzögen gestrichen voll hat! Der Skandal ist natürlich perfekt und so sieht Imogene keine andere Möglichkeit, als sich von der Gesellschaft zurück zu ziehen! Doch nach 5 Monaten, hat ihre beste Freundin Chloe davon die Nase voll und will Imogene aus ihrem Schneckenhaus, zurück ins Leben locken!

Lord Alexander Edgerton, der sehr charmante jüngere Bruder des Marquis of Waverly, ist nicht nur ein zweiter Sohn, er ist auch ein Lebemann und Frauenverführer, der es faustdick hinter den Ohren hat. Von ehrbaren Damen hält er meterweit Abstand und genießt viel lieber die Vorzüge von freizügigen Witwen, verheirateten Frauen, sowie die des illustren Etablissement „Freches Früchtchen“. Er selbst sieht sich gänzlich ungeeignet, seine jüngere Schwester als „Anstandsdame“ zu begleiten, doch tut er dies nicht, streicht im sein großer Bruder die monatlichen Apanage! Lord Alex beißt also in den saueren Apfel. Womit er jedoch nicht gerechnet hat ist, dass seine Schwester Chloe ihre Freundin, die resolute und enervierend ehrliche Lady Imogene, mit im Schlepptau hat!

„Nur kein Herzog“, ein weiterer Teil der „Heart of a Duke“-Reihe aus der Feder von Christi Caldwell ist ein toller, romantischer Historical, der mich nicht nur zu Tränen gerührt hat, sondern auch zum vor mich Hingrinsen! Die Wortgefechte, die sich Lady Imogene und Lord Alexander liefern sind einfach nur herrlich! Zwischen den beiden sprühen die Funken und es macht irre Spaß, dass „Nur kein Herzog“ aus der Sicht von beiden geschrieben ist. Dadurch erhält man als Leser tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der Hauptprotagonisten! Und diese Einblicke gestalten sich sowohl tiefschürend, sympathisch aber auch humorvoll.

Lady Imogene ist eine dermaßen liebenswerte Person ( Mit Hang zu Shakespeare! ), dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als sie von Anfang ans ins Herz zu schließen! Sie stellt sich dem Unbill der Gesellschaft voller Würde, was ihr — ohne dass sie das natürlich weiß ;-) — von Alexander hoch angerechnet wird. Lord Alex hingegen ist ein Filou ( Ebenfalls mit Hang zu Shakespeare! ), wie er im Buch steht. Doch nichts ist wie es scheint und im Laufe des Geschehens erfahren wir, was der verstorbene Vater, der ehemalige Marquis of Waverly, für ein Scheusal war. Womit nicht nur Alexander, sondern auch sein älterer Bruder Gabriel und seine Schwester Chloe, noch heute zu kämpfen haben. Das Aufdecken der Vergangenheit, hat mich die ein- und andere Träne gekostet.

Umso schöner ist es zu beobachten, dass Imogene mehr sieht, als der Rest des Tons. Und was sie in Alexander sieht, berührt sie sehr! Auch wenn dieser alles tut, um sie von sich zu stoßen, schließlich ist er nur ein zweiter Sohn und kann ihr nichts bieten. Ich konnte, einmal mit „Nur kein Herzog“ angefangen, das Buch nicht mehr aus den Händen legen! Es ist regelrecht zum Pageturner mutiert und hat mich eine schlaflose Nacht gekostet. Aber das, war es alle mal wert! Noch hervorzuheben sind die Nebencharaktere wie Chloe, Gabriel und auch der liebenswerte Lord Primly, die die Geschichte noch zusätzlich bereichert haben! Was ich jedoch gerne gelesen hätte, wäre etwas mehr über das Verhältnis zwischen Imogene, deren Mutter und Schwester! Das ging mir persönlich ab, da die Chemie zwischen den dreien offensichtlich nicht gestimmt hat. ;-) Gerne vergebe ich für diesen tollen Historical 4,5 Punkte.

Kurz gefasst: „Nur kein Herzog“ ist ein amüsanter, romantischer Historical mit sehr sympathischen Charakteren, unter dessen Oberfläche es ordentlich brodelt!


Ankes Bewertung

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Der 1. Teil der „Heart of a Duke“, „Das Herz des Herzogs“, fand ich, ließ, obwohl grundsätzlich schon meine Richtung, dennoch etwas zu wünschen übrig, der Geschichte fehlte es einfach an Temperament. Der 2. Teil „Mehr als ein Herzog“ hat mir dann besser gefallen, weil, ich fand, dass er beschwingter war und sich beim Lesen auch irgendwie „runder“ angefühlt hat.

Eigentlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt die Serie für mich schon, vielleicht nicht ganz ad acta gelegt, so aber dennoch weiter nach hinten geschoben. Doch dank meines neuen Kindles und dem Genuss von Kindle unlimited war es keine Frage, dass ich mich nun auch dem 3. Teil „Nur kein Herzog“ zugewandt habe. Ich kann ja mal reinschauen, dachte ich mir …. toll dieses Kindle unlimited.

Als ehemals fleißiger Leser, der eine lange Lesepause hinter sich hat, habe ich zurzeit einiges nachzuholen, sodass ich das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen hatte.

Nun, tatsächlich lesen sich die Bücher von Christi Caldwell ja auch leicht, locker und wunderbar fluffig (solide Übersetzungsarbeit inkl.). Die Autorin versteht es ihren Charakteren Ecken und Kanten zu verleihen und sie auch mal ungewöhnliche Wege gehen zu lassen. Vielleicht historisch nicht immer 100 % korrekt, so wird zb. auch mal „Hallo“ zur Begrüßung gesagt, so für mich doch immer noch stimmig.

Das Einzige an dem „Nur kein Herzog“ etwas krankt, ist das fehlende Temperament. Ich fand die Geschichte etwas blutleer, zu glatt und zu wenig überraschend. Sodass es mir mit dem 3. Teil genauso ging wie mit dem 1. Und vielleicht war der Eindruck von fehlendem Schwung diesmal sogar noch etwas stärker, schließlich konnte ich mich bereits etwas in den Erzählstil der Autorin einlesen, kannte auch schon einen Teil der Figuren und so mehr Vergleichsmomente.

Dabei sind Lady Imogen Moore und Lord Alexander Edgerton grundsätzlich zwei sehr interessante Charaktere, aber für meinen Eindruck eben viel zu zahm, gerade so als hätte man sie an die Leine gelegt. Zwar dürfen sie noch von ihrem ehemaligen Ruf profitieren, aber so wirklich davon überzeugen, dass sie sich diesen Ruf einst erworben haben, ist man einfach nicht. Schade eigentlich, denn Imogen und Alexander wären bestimmt zwei Gegner auf gleicher Augenhöhe gewesen, die sich ganz wunderbar hätten streiten und wieder versöhnen können.

Kurz gefasst: Ein angenehm zu lesender Liebesroman, mit durchaus sympathischen Figuren. Ich finde jedoch, dass die Charaktere etwas farblos rüberkommen und es der Geschichte damit auch etwas an Schwung.


Nur kein Herzog

Christi Caldwell

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Originaltitel: To love a Rouge
Verlag
: Amazon Crossing
ISBN: 978-1542048262
Erscheinungsdatum: Juli 2017
Genre: Historischer Liebesroman

Teil einer Serie: Heart of a Duke

Klappentext

siehe Amazon

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