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Tina Bewertung

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Das Cover ist echt ein Knaller! Das Pink und der Froschkönig lässt einen schon im Vorfeld neugierig werden, ebenso wie der ansprechende Klappentext. Und wirklich, die gute Leselaune erfasst einem kaum hat man mit dem Lesen angefangen und lässt einem nicht so schnell wieder los.

Eloise ist eine Karrierefrau, die nur für die Arbeit lebt. Familie, ist für sie etwas was andere haben - bis sie mit einem Mal die biologische Uhr ticken hört. Einzige Bedingung für Eloise: Keine Beziehung, kein Mann – ein Spender reicht vollkommen.


Das Ergebnis ist Lily. Und Eloise liebe Lily abgöttisch. Doch der kleine Engel ist auch Kindermädchenschreck und möchte ihren Papa kennen lernen ... Und genau das ist der Punkt an dem Eloise erkennt, dass sie nicht mehr so weiter machen kann wie bisher.

Claudia Carroll schreibt flüssig und sie greift in ihrem Buch das nicht ganz unkomplizierte Thema Samenspender auf.

Doch auch in anderer Hinsicht hat es die Geschichte in sich.

Eloise ist eine Figur die zickig und absolut karriereorientiert erscheint und ich hatte so meine Probleme mit ihr. Doch nach und nachwandelt sie sich und man erkennt, was sie zu verbergen versucht und bekommt ein ganz neues Verhältnis zu Charakter von Eloise. Hier hat die Autorin ganze Arbeit geleistet und mich wirklich beeindruckt, denn Eloises Wandlung ist wirklich sehr gut und absolut nachvollziehbar dargelegt.


Das Buch liest sich wie einer guter Film, man darf sich zurück lehnen und das Feuerwerk genießen, das sich so nach und nach entfaltet. Ein wenig ungewöhnlich, doch sehr unterhaltsam.

Kurz gefasst: Ein Zitat auf dem Buchdeckel spiegelt sehr gekonnt einen Teil der Geschichte wieder: "Man muss die Männer so nehmen, wie sie sind. Man darf sie nur nicht so lassen".


Ankes Bewertung

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Der neurotischen Perfektionistin und alleinerziehenden Mutter Eloise scheint mit einem Mal das bisher so erfüllte Leben zu entgleiten: Mehr und mehr Stress und Druck im Job als Chefredakteurin einer Tageszeitschrift, eine dreijährige Tochter, die ihre Mutter kaum sieht und mit einer ständig wechselnde Riege an Kindermädchen aufwächst, wobei aktuell ein weiteres Mädchen die Kündigung eingereicht hat, und die kleine Lily gerade wegen Gewalt gegen andere Kinder, man hatte sie gemobbt, weil sie keinen Vater hat, aus dem Kindergarten geflogen ist.

Dabei hatte Eloise sich alles so genau und gut überlegt, um das Beste aus allen Welten zu haben: Weiterhin im Job alles geben können, dazu noch eine Tochter haben, die ihr alleine gehört, und das alles ohne die lästige Notwendigkeit einer Beziehung.
Allerdings scheint dem Energiebündel Eloise nun doch die Puste auszugehen: Während sie alles tut um ihren geliebten Job zu retten und ein neues Kindermädchen zu finden, drängt ihre aufgeweckte Tochter sie dazu, endlich ihren Daddy kennen zu lernen.

Ich habe Claudia Carrolls "Der männliche Makel" mit viel Vergnügen gelesen, obwohl es mir die Hauptfigur Eloise zunächst nicht leicht gemacht hat.
Ich empfand sie als egoistisch, höchst stressig und sehr unsympathisch in ihrer Art.
Da jedoch genau das auch ihre Kollegen von ihr dachten, fand ich mich in guter Gesellschaft - anderenfalls hätte ich mich vielleicht zu diesem Zeitpunkt abschrecken lassen und das Buch womöglich wegen "unüberbrückbarer Differenzen mit der Hauptprotagonistin" abgebrochen.
Andererseits habe ich eine Vorliebe für Hidden-Baby-Plots und hätte wahrscheinlich so oder so weitergelesen.

Doch Eloise ändert sich, langsam, im Stillen und für sie sich selber am überraschendsten und was noch erstaunlicher ist dieses Wunder von einer völlig unerwarteten und sehr überraschenden Seite.
Claudia Carroll hat mit den Hauptprotagonisten aus "Der männliche Makel" zwei wirklich tolle und ungewöhnliche Charaktere erschaffen, die vielschichtig, spannend und so herrlich "sperrig" sind, dass es ein wahres Vergnügen ist, ihre Untiefen zu erforschen.

Besonderen Reiz des Buches machte für mich der Wechsel im Erzählstil aus. Die Autorin schreibt mal in Ich-Form, dann erzählt Eloise selber, und mal in der dritten Form. Durch diesen Sichtwechsel bekommt man als Leser einen zusätzlichen Blickwinkel auf die Geschichte und die Figuren. Was letztendlich auch meinen anfänglichen Eindruck von Eloise revidiert hat, da man so ganz neue Seiten an der Figur entdecken konnte, die sie selber wahrscheinlich nie über sich erzählt hätte, weil sie ihr nicht wichtig genug erscheinen wären.

Kurz gefasst: Ungewöhnliche, höchst spannende Protagonisten, eine durch Wechsel im Erzählstil sehr fesselnde Geschichte und ein Happy End, das über jeden "Makel" erhaben ist!
Absolut lesenswert.


Der männliche Makel

Claudia Carroll

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Originaltitel: A Very Accidental Lovestory
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492274081
Erscheinungsdatum: August 2012
Genre: Contemporary

Klappentext

Eloise Elliott überlässt nichts dem Zufall – weshalb sie sich für eine künstliche Befruchtung entscheidet. Als drei Jahre später ihre Tochter nach ihrem Vater fragt, macht Eloise sich daran, ihn zu finden. Vielleicht ist er ja Chirurg? Oder Dirigent? Weit gefehlt! Eloises Recherche führt sie zu einem Mann, vor dem sie normal erweise schreiend davongerannt wäre – einem Mann, der ihr Leben auf den Kopf stellt …

Quelle: Piper

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