Rezensionen

Ankes Bewertung 02 05 Sterne.png

Daisy, Laura "Lily" und Mary "Marigold" haben sich zusammengetan, um ihren Status als Wallflower zu feiern. Sie drücken sich an den Wänden der Ballsäle herum und verstecken sich in den Gärten der Gastgeber. Und sie sind zufrieden damit.

Und der Duke of Dolan ist auf der Suche nach einer von ihnen, nachdem ihm seine erste Ehe gelehrt hat, nicht unter den Schönheiten der Saison zu suchen. Doch damit kommt für ihn Daisy eigentlich nicht infrage. Zwar sagt man ihr den Status einer Wallflower zu, doch dazu ist sie viel zu hübsch, oder? Und anziehend und klug.

Daisy ist bereits seit Kindertagen heimlich in den Nachbarn, Griffin Carrington, Duke of Dolan verliebt. Doch der erwachsene und höchst arrogante Duke vernichtet all ihre Träume mit seinem Verhalten. Da hilft es auch nichts, dass er Duke ihr ganz unerwartet einen Heiratsantrag macht, steht ihm der Sinn doch lediglich nach einer Ehe ohne Liebe. Etwas was für Daisy nicht infrage kommt.

Die Autorin Maggie Dallen hat ihre „Wallflower's Wish“-Serie zusammen mit Katherine Ann Madison aka Tammy Andresen geschrieben und mir damit Hoffnung gemacht, hier auf ein unterhaltsames Leseerlebnis zu stoßen. Und obwohl mir so vieles an der Geschichte, ihren Figuren und am Short-Story-Format (ca. 150 Druckseiten) zusagt, ja, ich sogar hin und wieder gerne „Sweet Romance“ (Romance, ohne explizite Sexszenen) lese, konnte mich der Erzählstil der Geschichte nicht für sich gewinnen. Er war einfach zu …. farblos.

Zudem gab es berechtigte Kritik an der Korrektheit des Inhaltes, Chipmunks, also Streifhörnchen, sind nun mal nicht heimisch in England. Hier wäre die Wahl besser auf Squirrel, also Eichhörnchen gefallen.

Doch sei‘s drum, ein kleines Nagetier hat also das Pferd erschreckt. Persönlich bin ich kein Leser, der es damit so genau nimmt – solange mich die Geschichte unterhält. Doch zugegeben, etwas irritierte hat es mich hier und da schon; insbesondre nach dem unmittelbaren Genuss eines sehr korrekten und gut recherchierten englischen Liebesromans.

Für meinen Lesegeschmack hat es „A Duke for Miss Daisy“ schlicht und einfach an Seele gefehlt. Und obwohl hier und da durchaus eine wenig Beschwingtheit durchscheint, so konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen. Ja, es hat mich sogar eine gewisse Überwindung weiterzulesen und nicht abzubrechen. Zum aktuellen Zeitpunkt bin ich mir nicht sicher, ob ich der Serie eine weitere Chance geben mag.

Kurzgefasst: Trotz guter Zutaten, fehlt es der Geschichte an leider Lebendigkeit. Kann man lesen, muss man aber nicht, finde ich.