Rezensionen

Ankes Bewertung 02 Sterne.png

Natalie hatte vor Jahren mal was mit Patrick Paddy Hurley. Vierzehn heiße Tage und Nächte haben sie damals verbracht, bevor Paddy und seine Brüder mit ihrer Band groß rauskamen.

Damals trennten sich ihre Wege einvernehmlich, Natalie ging aufs College, Paddy auf Tour, doch nun steht Paddy wieder vor ihr und alte Begierden flammen prompt auf. Doch die bessere Natalie von heute kann und will nicht mehr zur alten Natalie zurück und auch Paddys Leben ist ihr heute eindeutig zu viel "Rockstar". Doch so schnell will Paddy Natalie nicht wieder aufgeben.

Ich gebe es zu, ich habe es so gar nicht mit diesem Rockstar Geschichten. Wirklich nur sehr wenige davon könne mich überhaupt reizen und noch weniger überzeugen. Warum ich mich für "Das Beste was passieren kann" interessiert hatte, kann ich aktuell leider nicht mehr sagen; wenn ich jedoch geahnt hätte, dass das Paar schon eine, wenn auch kurze, Beziehung hin sich hatte, wäre das wohl ein no go für mich gewesen (ich mag solche Plots einfach nicht). Tja, dann hätte mir das einen sehr langweiligen Nachmittag und Abend erspart!

Denn das Schlimmste am Buch, war gar nicht Mal der "wir kennen uns schon"-Plot, sondern die Belanglosigkeit der Dialoge, der Figuren, ja der ganzen Geschichte. Zudem hat die Autorin versucht nicht nur den Heldentypus Rockstar zu bedienen, sondern auch noch den des Cowboys und des Familienliebenden Schwiegermutter-Traums.

Ich stelle ungern derartige Vergleiche an, aber an derartigen Storys und fast schon unvereinbaren Charaktertypen haben sich, meiner Meinung nach, bisher nur Nora Roberts und Linda Lael Miller erfolgreich hervorgetan.

Immerhin erfüllt ihre Heldin einmal nicht das übliche Klischee, der alleinerziehende, mit Schulden überlastet Kellnerin. Sondern Lauren Dane hat ihr nicht nur einen Job als Bibliothekarin auf den Leib geschrieben, sondern auch noch reichhaltige Geld-Fonds.

Ebenfalls positiv fand ich die reiches-armes Mädchen-Vergangenheit von Natalie, die der Geschichte einen interessanten Ausgangskonflikt bietet. Was jedoch daraus gemacht wurde, empfand ich beim Lesen als enttäuschend. Vielleicht wurde dieser Eindruck dadurch verstärkt, dass Natalie sich einmal zu oft Angesichts Paddy in ein hechelndes Weibchen verwandelt, dann Eifersucht ausgepackt hat, wenn sie überhaupt nicht angebracht war und einmal zu viel Kommentarlos weggerannt ist.

Kurz gefasst: Heiße Sexszenen wechseln sich übergangslos und unvereinbar mit zähen und belanglosen Dialogen und Ereignissen und fast schon biederen Familienszenen ab. Eine durchaus interessante Mischung, die jedoch überhaupt nicht harmonisch auf mich wirkte, sondern mich als Leser seltsam irritiert und letztendlich gelangweilt hat.

Nicoles Bewertung 03 05 Sterne.png

Patrick „Paddy“, Sänger der Rockband „Sweet Hollow Ranch“, glaubt seinen Augen nicht zu trauen, als er beim Kaffeeholen in die Augen der Bibliothekarin Natalie blickt, denn Natalie und er hatten vor Jahren, bevor seine Band so erfolgreich wurde, eine heiße Affäre miteinander. Doch Natalie erteilt ihm und seinen neugierigen Fragen zunächst eine gehörige Abfuhr, was Paddys Ehrgeiz anstachelt, denn bislang hat sich ihm noch keine Frau verweigert, da er zu den attraktivsten Männern gehört, die der Ort zu bieten hat. Und sein Job trägt das Übrige dazu bei, dass die Frauen ihm in Scharen hinterherlaufen.

Von nun an forciert er eine tägliche Begegnung, bis Natalie endlich ja sagt zu einem Date. Und von da an sind die beiden unzertrennlich. Was Paddy jedoch nicht ahnt, ist, dass Natalie einige seelische Altlasten mit sich herumträgt. Sie ist sozusagen ein schwerreiches, armes Mädchen, das von seiner Familie im Stich gelassen wurde, da die Mutter sich früh vom Vater trennte und ihre Tochter bei ihrem schwer drogenabhängigen Vater ließ, der sie mit allen negativen Seiten einer Drogenabhängigkeit belastete.
Natalie hasst es, wenn Menschen sich in ihrem nahen Umfeld nicht mehr unter Kontrolle haben und als ausgerechnet Paddy eines Tages nach einer Weinprobe sturzbetrunken vor ihr steht, kehren prompt ihre Ängste und Sorgen zurück und sie macht überstürzt mit ihm Schluss, weil sie fürchtet dass ein Rocksänger sich in Sachen Sex, Drugs & Rock’n’ Roll einfach nicht im Zaum halten kann. Kann Paddy ihr ihre Ängste nehmen?

Rocksänger im Fokus einer Serie, liegen momentan in meinem Lesebeuteschema und so war ich schon sehr gespannt auf den ersten Teil der Hurley Boys Reihe; also einer Serie über mehrere Brüder, die bereits seit Jugendtagen in einer Band spielen. Im ersten Teil ist es nun Paddy, der attraktive Sänger der Band, der nach Jahren, in denen er zahlreiche One Night Stands hatte, nun plötzlich eine Frau wiedertrifft, die ihm mehr unter die Haut geht, als er je dachte. Natalie ist jedoch keine einfache junge Frau. Durch die vielen Enttäuschungen, die ihr in der Kindheit von ihrer Familie beschert wurden, hat sie keinerlei Fingerspitzengefühl für Beziehungen jeglicher Art. Doch dank Paddy und den übrigen Hurley- Familienmitgliedern kommt sie langsam aus ihrem Schneckenhaus heraus.

Dennoch gibt es immer wieder Rückschritte in ihrer gemeinsamen Beziehung und wie die Autorin die gewisse Problematik zwischen Paddy und Natalie geschildert hat, fand ich diese zunächst einmal sehr tiefschürfend und glaubhaft beschrieben. Doch leider werden diverse Probleme, die Natalie unter anderem mit ihrem Vater hat, leider nicht gelöst, was ich sehr schade fand.

Und obwohl man in „Das Beste was passieren kann“, auf sehr viele, sehr erotisch geschriebene Liebesszenen trifft, die zwar sehr hot sind, aber manches Mal auch recht derb geschrieben wirken, schlichen sich besonders ab der Mitte des Romans einige Längen ein, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass sich Natalie und Paddy einfach zu früh ihre Liebe gestehen und in Bezug auf ihre Gefühlswelt einfach eine Spur zu durchsichtig beschrieben wurden.
Dennoch ist der erste Teil der Hurley Boys Reihe kein schlechtes Buch. Man lernt beim Lesen auch bereits viele interessante Nebenfiguren kennen, die in den Folgebänden ihre eigene Geschichte bekommen und die für eine familiäre Wohlfühlatmosphäre sorgen. Trotzdem, mir war der Roman über weite Strecken einfach etwas zu spannungslos beschrieben.

Kurz gefasst: Etwas verhaltener, aber hocherotischer Auftaktband mit leichten Längen, über Mitglieder einer Rockband, der jedoch zu unterhalten versteht.