Rezensionen

Schnees Bewertung 03 05 Sterne.png

Als großer Mary Janice Davidson- Fan hatte ich natürlich nicht gerade kleine Erwartungen an „Die mit dem Werwolf tanzt“ und ging mit großer Freude an das Lesevergnügen heran.
Davidson bleibt sich ihren humorigen Stil treu, auch derbe Wörter sind wieder zu finden, und auch wenn diese nicht ganz so charmant wie bei Betsy wirken; kurzweilige Unterhaltung und ein netter Plot reizen den Leser das Buch in einer regelrechten Schallgeschwindigkeit zu lesen- Leser durch witzige Szenen und mitreißenden Humor am Ball zu halten, hat die Autorin definitiv drauf.
Schade, dass der Plot nicht ganz ausgereizt wurde, gerade der Hintergrund, dass Sara die Re-Inkarnation von Morgan Le Fay ist, hätte weitaus mehr Seiten füllen können. So wurde die Geschichte leider etwas oberflächlich abgehandelt. Genau wie die Liebesgeschichte, auch diese ging mit mäßigen Gefühlen über die Bühne. Sara und Derik bekamen einfach nicht genug Raum um eine tiefergehende Beziehung zueinander zu entwickeln.

Auch wenn das insgesamt eher negativ klingt möchte ich noch mal ausdrücklich betonen, dass der Roman auch seine starken Seiten hat und gewiss für Unterhaltung sorgen kann wenn man ihn in der richtigen Stimmung für Komik liest.

Gerade dann, wenn der Leser keine Zeit oder Energie für einen dicken Wälzer mit Anspruch hat, kann „Die mit dem Werwolf tanzt“ genau das richtige Buch sein um Lesevergnügen zu finden.

Insgesamt ein netter Zeitvertreib der die Lachmuskeln herausfordert und das Zwerchfell des Lesers trainiert. Wer Wert auf die große Romantik legt sollte besser die Finger davon lassen, aber wer schon Betsy gern gelesen hat sollte auch Sara eine Chance geben.