Rezensionen

Schnees Bewertung 03 05 Sterne.png

Die Betsy Taylor- Reihe geht mit "Man stirbt nur zweimal" in die 8. Runde. Die Chick lit- lastige Vampiserie zeichnet sich ganz besonders durch seinen Humor und der starken Heldin Betsy Taylor aus. Auch in diesem Band findet der Leser einige rasante Dialoge und eine schlagfertige Betsy, aber im Ganzen betrachtet gehört der Roman nicht zu den Spitzenreitern der Serie. Das soll nicht etwa heißen, dass der Roman nur mittelmäßig oder gar schlecht ist- Nein, wie immer innerhalb dieser Serie ist Mary Janice Davidson ein Garant für gute Unterhaltung und kann nur von einigen anderen Büchern über die beliebte Vampirkönigin getoppt werden.

Der Humor ist etwas weniger, Betsy ist ernster, Sinclair geht etwas verloren und der Inhalt kommt mir etwas schmalbrüstig vor um ein ganzes Buch zu füllen. Zum Glück ist dem Roman noch eine Kurzgeschichte über die Meerjungfrau Fred angehangen, um den Leser wenigstens etwas über die Kürze des Hauptromans hinwegzutrösten.

Wie schon erwähnt ist Betsy ernster. Ernster im Sinne von „für Betsy Verhältnisse“, denn das flapsige Verhalten wird sie wohl nie ablegen können (zum Glück!). Diese andere Betsy hat mir durchaus gut gefallen, man sieht eine Entwicklung in ihren Charakter und dies ist von meiner Seite aus immer positiv zu bewerten.

Laura, Betsy teuflische Halbschwester, macht dem armen Mark das Leben ganz schön schwer und der Leser kann Marks Gefühle hautnah miterleben, da er seine Erlebnisse im Buch selbst erzählen kann. Dadurch werden nicht nur Lauras dunkle Seiten offenbart, auch Mark kommt dem Leser immer näher.

Ich denke Band 1 der Serie, "Weiblich, ledig, untot", kann nicht übertroffen werden, aber ich wünsche mir, dass es Mary Janice Davidson wenigstens versuchen wird und es ihr ansatzweise gelingt.