Rezensionen

Schnees Bewertung 05 Sterne.png

Betsy ist nun schon eine kleine Weile lang Vampirkönigin. Sehr zu ihrem missfallen, ist sie dadurch auch noch an den frischgekrönten Vampirkönug Eric Sinclair gefesselt. Betsy wehrt sich sehr gegen diese Umstände, doch es hilft alles nichts: Sinclair lässt sie nicht in Ruhe und ihr Vampirvolk braucht ihre Hilfe um die Vampirkiller zu beseitigen, die neuerdings umherstreifen. Ganz nebenbei versucht sich Betsy als Schuhverkäuferin und merkt sehr bald, dass das echte Leben mit ihrem Stand als Vampirkönigin gar nicht so leicht zu vereinbaren ist. Ihr Herz klopft immer mehr für Eric und ausgerechnet jetzt will ihr jemand ans Leder...

Ich hatte hohe Erwartungen an den Nachfolger von "Weiblich, ledig, untot" und zum Glück konnten diese auch erfüllt werden. Das Buch zeichnet sich besonders durch seinen fantastischen Schreibstil aus, der nicht nur flüssig, sondern auch sehr humorvoll ist. Schon auf den ersten Seiten findet man einen Lacher nach dem nächsten. Der Humor ist wirklich das, was ich an diesen Romanen so schätze. Ein Buch, welches sich selbst nicht so ernst nimmt und dadurch für wunderbare Unterhaltung sorgt.

Es gibt sicher tausend gute Gründe um Betsy zu lieben, aber ich zähle hier mal ein paar auf:
- Schimpfwörter klingen aus ihrem Mund fast schon charmant.
- Sie leugnet ihr Herzklopfen für Sinclair ganz entschieden, obwohl die Schmetterlinge in ihrem Bauch schon Hochzeit feiern.
-Betsy nimmt ihren Job als Schuhverkäuferin sehr ernst. So sehr, dass sie ihre "Mündel aus Leder", nicht an Menschen verkaufen möchte, bei denen sie schlechte Behandlung vermutet.
-Sie hat ein loses Mundwerk und redet frei von der Leber weg.
- Sie ist eine Untote die Angst vor Geistern hat, denkt aber später darüber nach einen Geist zu adoptieren.
Ich könnte ewig so weitermachen, aber das würde den Rahmen der Rezension wahrscheinlich sprengen. Deshalb rate ich dazu, das Buch zu kaufen um die anderen Gründe selbst herauszufinden;)

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Zum Buch

Betsy hat sich immer noch nicht mit ihrer Rolle als Vampirkönigin abfinden können und grollt nach wie vor Eric, dass er sie in diese Sache mit hineingezogen hat. Viel mehr befindet sie, dass auch ein totes Mädchen ein wenig Geld verdienen muss und ganz zu ihrer Freude wird ihr ein Schuhverkäuferjob direkt vor die Füße gelegt.
Während die Vampirgemeinschaft gar nicht damit einverstanden ist, dass ihre Königin einem Job nachgeht, verkauft Betsy mit Begeisterung teure Schuhe an vertrauenswürdige Kundinnen und dreht der Vampirpolitik den Rücken zu.

Aber deren Probleme werden immer drängender, denn jemand bringt Vampire um. Als Tina von einer Gruppe Vampirjäger schwer verletzt wird, reicht es Betsy und sie schreitet zur Tat...

Auch der 2. Teil von Davidsons „Undead Serie“ ist skurril, witzig, unterhaltend und kurzweilig.

Die kecke, zickige und doch liebenswürdige Heldin ist mir bereits an Herz gewachsen. Wenn sie doch nur nicht immer dieselben Schimpfwörter wiederholen würde. ;-)
Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht einfach altmodisch oder empfindlich, aber ich persönlich finde, dass das eine ‚Betsy‘ gar nicht nötig hat und auch eigentlich unter ihrer Würde ist.

Der zweite Teil knüpft nahtlos dort an, wo der Erste endete und verspricht wie auch der Vorgängerband amüsante und vampirisch bissige Unterhaltung.
Die Nebenfiguren, allen voran Eric, sind ebenfalls keine „blassen“ Randfiguren (nur wenn sie blutleer sind ;-)) sondern geben dem Roman noch einen zusätzlichen positiven Kick.

Kurzum, ein gelungener Lesespaß: Empfehlenswert!

Zum Hörbuch

Beim Hören des 1. Teiles der Serie war ich einfach nur erstaunt, wie viel mehr mir das Hörbuch gefällt, als das Buch. Beim 2. Teil habe ich mich einfach nur gemütlich zurück gelehnt und mich gut amüsiert.

Dabei kann ich nur wieder betonen, dass mir vor allem die Ich-Form im Hörbuch besonders gut gefallen hat, während mich diese Tatsache beim Buch lesen hin und wieder irritiert.

Wie das? Hier mein Versuch einer Erklärung:
Betsy ist zwar eine sympathische Figur, aber ich kann mich als Leserin nicht besonders gut mit ihr identifizieren, dazu unterscheiden sich unsere Persönlichkeiten viel zu sehr.
Wenn ich, also persönlich, das Buch in Ich-Form lese, dann bringt mir das nicht so viel, wie wenn ich mich in die Figur hinein fühlen kann, weil ich Betsys Denkweise nachvollziehen kann.
Aber wenn ich die Geschichte von einer Erzählerin vorgelesen bekomme, dann verbinde und identifiziere ich die Ich-Erzählerin mit der Sprecherin und kann so ganz anders mit ihr umgehen.

Ergo: Allen Lesern, die bisher gezögert haben, weil sie mit der Ich-Form die ein oder anderen Probleme haben, kann ich das Hörbuch nur ans Herz legen.

Natürlich trägt auch die wundervolle Sprecherleistung von Nana Spier zum Hörvergnügen zu.
Allerdings sollte man schon das ein oder andere wiederholte Schimpfwort vertragen können, da die Autorin recht großzügig damit umgeht.

Kurz gefasst: Kurzweilig, amüsant und sehr unterhaltsam zu Hören – Betsy eben!