Rezensionen

Schnees Bewertung 02 05 Sterne.png

Zu Mary Janice Davidsons Stärken gehört es sich eine fantasievolle, teilweise auch skurille Rahmenhandlung zu erschaffen die neu, interessant und einigartig auf den Leser wirken.

„Traummann an der Angel“ wurde von der Autorin kurz vor dem Veröffentlichen schnell verändert. In seiner ersten Fassung war Fred eine Ich-Erzählerin und klang nach Meinung von Davidson viel zu sehr nach Betsy. Ich hätte diesen Entwurf wirklich gern gelesen um herauszufinden ob es am Inhalt oder an der Erzählform liegt warum ich mit diesem Buch nicht so richtig warm wurde.

Leider hat es die Autorin mit „Traumann an der Angel“ nicht geschafft ihren Einfallsreichtum mit einer spannenden Geschichte zu verknüpfen. Der Roman wirkt zu oberflächlich, die Storyline ist mehr plätschernd als fließend und die Charaktere sind zu blass um als Leser einen richtigen Einblick in die Figuren zu bekommen.
Nach wie vor liebe ich Davidsons Humor und ihre lockere Art zu schreiben, dieser Punkt war es auch warum ich dieses Buch trotz aller negativen Kritikpunkte noch genießen konnte. Ihre Wortspielerei und die Dialoge der Charaktere machen einfach Spaß zu lesen.

Auch wenn es oft heißt, dass in der Kürze die Würze liegt, bin ich davon überzeugt, dass dieses Buch besser geworden wäre, wenn sich die Autorin mehr Zeit gelassen hätte die Geschichte zu erzählen. So zusammen gepresst kann der Roman seine volle Wirkung einfach nicht entfalten.

Es ist definitiv nicht das beste Buch aus der Feder der Autorin, aber da ich ihre Betsy- Bücher liebe und weiß welches Potenzial eigentlich in der Autorin steckt, werde ich den nächsten Teil der Meerjungfrauen- Reihe gern ausprobieren.

Ankes Bewertung Keine Punkte

Die Bandbreite der, für meinen Geschmack doch recht, ordinären Sprache von Frau Davidson und den Brachial-Slapstick, den sie in diesem Buch aufwendet und den ich nicht mehr zum Lachen fand, kann ich nicht wirklich weiter empfehlen. Auch ich musste das Buch schon nach kurzer Zeit wieder aus der Hand legen. Dazu ist mir meine Zeit einfach zu schade.

Nur woran liegt es? Nach dem ich ‚Weiblich, Ledig, Untot‘ in der deutschen Übersetzung eigentlich sehr genossen habe, frage ich mich nun ob es vielleicht ein Problem der Übersetzungsarbeit sein könnte? Oder woher sonst mag der nicht besonders originellen Sprachstil von Mrs. Davidsons mit einmal herkommen?

Eigentlich eine ganz gute Idee für eine Geschichte, aber einfach schlecht erzählt.