Rezensionen

Schnees Bewertung 05 Sterne.png

Die Vampirkönigin Betsy plant ihre Hochzeit mit Eric Sinclair und wird dabei immer wieder unterbrochen. Schon dreimal mussten sie den Hochzeitstermin verschieben, und auch dieses Mal steht die Planung der Hochzeit auf der Kippe.
Betsy würde sich zwar gern Hochzeitskleid und Blumen aussuchen, aber im Leben der Vampirin geht es hektisch zu. Betsy bekommt einen Bruder, Jon, ein ehemaliger Vampirkiller möchte eine Biografie über sie schreiben, Betsy selbst soll journalistisch tätig werden und ihre Schwester Laura, die Tochter des Teufels, verhält sich nicht mehr ganz so unschuldig wie gewohnt. Zu allem Überfluss wendet sich auch noch ein Geist an Betsy. Dieser wurde von einem Serienkiller ermordet und hofft nun darauf, dass Betsy den Täter schnappen kann…

„Untot lebt sich's auch ganz gut“ ist der vierte Band um die Vampirkönigin Betsy, die alles andere als ein typischer Vampir ist. Betsy ist nicht böse, geheimnisvoll und dunkel. Nein, sie liebt moderne Kleidung, besonders Schuhe, trägt ihr Herz auf der Zunge und kennt eine ganze Palette von Schimpfwörtern. Bei jeder anderen Protagonistin würde ich sagen, dass mich die Vielzahl an Schimpfwörtern stört, aber Betsy wäre ohne diese Worte einfach nicht Betsy. Sie ist gewohnt sympathisch und äußerst witzig.
Es verging keine Minute, bei der ich nicht lachen musste über die Einfälle der Autorin. Mary Janice Davidson lässt sich immer so viele schräge Herausforderungen für Betsy einfallen, dass man um Heiterkeitsausbrüche gar nicht herumkommt.

Der Schreibstil der Autorin, welcher vom Humor geprägt ist, ist absolut passend und angenehm zu lesen. Bei erotischen Szenen bedient sie sich einiger eher derben Wörter, die den Leser erst verwirrt gucken lassen und ihm dann doch gefallen, da es eben Betsy ist, die da zu Gange ist.

Dieser Roman ist wirklich ein Angriff auf die Lachmuskeln und sollte von jeder Leserin gelesen werden, die etwas für ausgefallene Geschichten und humorvolle Sprache übrig hat!

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Betsy hat mal wieder alle Hände voll zu tun: Nicht nur die Hochzeitsvorbereitungen hat sie am Hals, auch suchen sie jede Menge Verstorbene auf, die sich wegen noch offener Erledigung in der Welt der Sterblichen herumtreiben.

Dazu kommt, dass es mit Eric nicht immer besonders toll läuft. Vor allem, weil er völlig unbeteiligt das Aussuchen der Hochzeitstorte und der Blumen Betsy überlässt. Fast scheint es so, als wollte Eric sie überhaupt nicht heiraten!

Aber auch Betsy Schwester, die Tochter des Teufels macht Probleme, genau wie der Polizist Nick und John, einer der Ex-Vampirjäger die immer wieder in Betsys Nähe auftauchen.

Über die wundervolle Sprecherleistung von Nana Spier habe ich mich ja bereits in meinen Rezis über die anderen Hörbuchteil der Serie lobend ausgelassen und ich wiederhole das natürlich herzlich gerne.
Nana Spier ist einfach klasse, sie wird beim Vorlesen zu Betsy; sie lebt, leidet und liebt wie Betsy. Dabei findet genau das richtige Maß, weder übertreibt sie mit ihrer Stimme noch trägt sie zu wenig auf.
„Untot lebt es sich auch ganz gut“, wie im Grunde die ganze Hörbuch-Serie, gewinnt eindeutig an Zusatzpunkten durch die Vortragskunst von Nana Spier.

Aber ich möchte natürlich auch die Leistung der Autorin nicht schmälern. Maryjanice Davidson präsentiert immer wieder neue Ideen in ihren Betsy Geschichte und damit bietet sie dem Hörer reichlich Abwechslung.

Auch bei ihren Figuren zeigt sie ihr Talent. Betsy ist und bleibt eine wundervolle Mischung aus Herz und Verstand.
Besonders gut gefallen hat mir, dass endlich einmal auch Eric schmollen darf, nicht immer nur Betsy eine „Flunsch“ zieht und Eric beschimpft und ignoriert.
Aber auch die Nebencharaktere, da kann ich keine Figur ausschließen, sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen.

Wie gewohnt bietet die Autorin die üblichen freche Sprüche und diversen Schimpfwörter mit denen man bei Betsy einfach rechnen muss. Stellenweise kann auch ich darüber schmunzeln, aber eben nicht immer. ;-)
Nicht so prickelnd empfand ich die Sache mit dem Serien-Killer. Die Autorin steigert sich hier in beste Splatter Qualitäten, die ich allerdings nicht unbedingt zu hören brauche, auch nicht in einer Betsy Geschichte.
Streicht man also die ein oder andere Szene aus seinem Gedächtnis, so wird man sich wirklich gut mit dem Hörbuch unterhalten.

Kurz gefasst: Für Fans, würde ich sagen, das Hörbuch ist ein Muss; für alle anderen gute Unterhaltung.