Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

In der Folge einer Auseinandersetzung mit ihrer ungeliebten Mutter wird Isabella aus dem London von 1881 durch Zeit und Raum katapultiert und landet im modernen Philadelphia unmittelbar vor dem herannahenden Auto von Liam.

Der ist völlig entsetzt, da er sich als Grund für seltsame Verwirrtheit von Isabella, die nur durch den Unfall herrühren kann, sieht. Nach dem Liam dann auch noch einen schwarz gekleideten Angreifer auf die junge Frau abwehren muss, besteht er darauf sie in ein Krankenhaus zu fahren.

Isabella ist zwar zunächst mit der Situation vollkommen überfordert, doch ihr wird schnell klar, dass da etwas mit ihr passiert sein muss, um in einem Amerika der Zukunft zu landen. Und bereits nach kurzer Zeit muss sie sich eingestehen, dass es ihr gefällt eine moderne Frau zu sein und eine Wahl zu haben. Dass sie dabei Unterschlupf bei einer auf der Straße lebenden Älteren findet, spielt für sie keine Rolle. Sie ist bereit weit unter ihrem gewohnten Standard zu leben, Hauptsache, sie ist endlich frei von den Konventionen des historischen Londons.

Als jedoch der dunkle Angreifer zurückkehrt, wird beschlossen, dass Isabella von der Straße verschwinden muss, zumindest eine Zeitlang. Der einzige, der ihr jetzt helfen kann ist der Ex-Veteran Liam.
In diesem 2. Teil ihrer Time Travel Serie erzählt die Autorin Denise Daye die Geschichte, von Miss Isabella Astley, die mit Emma Washington, von ihrer Zeitreise in die Vergangenheit wird im 1. Teil der Serie erzählt, den Platz tauscht und ins 21. Jahrhundert katapultiert wird. Und mit dieser Entwicklung klärt die Autorin dann im Folgenden auch Emmas Zeitreise, was den 1. Teil für mich ein Stück weit plausibler und vollständiger macht.

Vor allem aber hat sich damit für mich das Lesen von „A modern Lady lost in Time“ sehr viel harmonischer angefühlt, als „Trapped in Time“. Was, wie ich vermutet, auch daran liegt, dass ich sowohl die Liebesgeschichte, als auch Isabellas denken und handeln beim Lesen als sehr viel stimmiger empfand. Ebenfalls nicht geschadet hat die Tatsache, dass der Autorin mit den Nebenfiguren, Dan, die Bewohnerin der Straße, Liams Schwester oder „Mama“, eine Art Hippie-Hexe, wirklich sehr amüsante und höchst originelle Charaktere geschaffen hat, die sehr zu meiner Unterhaltung beigetragen haben.

Kurz gefasst: ein sehr unterhaltsamer Time Travel-Roman, die einmal nicht die üblichen Pfade geht, sondern eine Lady aus der Vergangenheit in die Moderne bringt und ihr eine Freiheit schenkt, die sie sich immer gewünscht hat, jedoch nicht geglaubt, sie je erlangen zu können.