Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Auf den Nachhauseweg von einer Studentenparty weckt ein auf der Straße liegendes Geldstück Emmas Aufmerksamkeit. Doch in dem Moment in dem sie sich bückt und es aufzuheben, wird sie von einem Auto angefahren; so scheint es zumindest. Doch Emma ist nichts passiert als sie wieder zu sich kommt. Allerdings hat sich die Szenerie um sie herum verändert und Kutschen statt Autos säumen die Straße.

Bevor sie sich orientieren kann, versucht man sie auszurauben und wird von einer Hure gerettet, die sie sofort unter ihre Fittiche nimmt und ohne zu klagen, ihre karge Unterkunft mit Emma teilt. Mehr noch zusammen hecken sie einen Plan aus, der Emma die Möglichkeit geben soll Zeit und Geld zu gewinnen, um herauszufinden, wie sie im 1881 in London landen konnte, wo sie doch im modernen Philadelphia geboren ist.
Und der Plan scheint tatsächlich aufzugehen - wenn nur die Liebe in Person von Lord John Evergreen nicht Emmas Weg gekreuzt hätte. Einem Mann - und einer Liebe - dem es Emma nicht antun kann, einfach wieder durch die Zeit zu verschwinden und ihn zurücklassen.

Auf meiner Suche nach „Historical Time Travel Romance“ bin ich auf diesen 1. Teil von Denise Dayes Serie gestoßen, die neben zwei Time Travel-Romanen auch einen reinen Historical beinhaltet. Und auch wenn ich nicht so sehr „geflasht“ von dem Roman war, auch weil ich fand, dass er äußerst problematische Lücken hinterlässt, so war es doch allein wegen seiner sympathischen Hauptfiguren und seiner amüsanten Nebencharaktere lesenswert.

John ist ein wenig ein „too good to be true“-Held, eine Eigenschaft der auch Emma zu eigen ist, und kratzt damit fast schon ein wenig zu sehr an meinen Lese-Nerven. Doch irgendwie hat es die Autorin trotzdem geschafft, die Kurve zu bekommen und mir am Ende diese Charaktereigenschaften dann doch recht gut zu verkaufen. Vielleicht lag es daran, dass die Autorin die Liebesgeschichte wirklich sehr romantisch beschrieben hat und ich beim Lesen durchaus ein Stück weit dahingeschmolzen bin.

Dennoch, „nur“ eine 3,5 Punkte Bewertung von mir, weil die Geschichte Stellenweise einfach nicht „rund“ zu lesen war. Ich empfand die Story teilweise als zu konturiert und ihren Verlauf einfach zu sehr „zurechtgebogen“ als ihn „natürlich“ wirken zu lassen.

Kurz gefasst: unterhaltsam und kurzweilig, trotz kleiner Lücken in der Geschichte und einen etwas sperrigen Verlauf.