Rezensionen

Schnees Bewertung 04 Sterne.png

„Ein Biest für alle Fälle“ hat mich ein wenig an „Der Teufel trägt Prada“ erinnert, nur mit dem Unterschied, dass hier nicht die Chefin, sondern die Kollegin das größte Biest ist.

Der Roman ist sehr unterhaltsam geschrieben und seine größte Stärke ist die Protagonistin und Ich-Erzählerin Taylor.
Sie arbeitet und lebt in einer recht oberflächlichen Welt, lässt sich auch dazu hinreißen etwas Dummes zu tun, aber im Grunde ist sie ein sehr sensibler und netter Mensch der keine Spur von der branchentypischen Zickigkeit aufweist. Ihr große Liebe gilt dem Film und dafür würde sie auch beinah alles tun- zum Glück verliert sie sich dabei aber nicht völlig und findet die echte Taylor rasch wieder wenn sie droht, sie zu verlieren.

Das Hauptaugenmerk des Romans liegt auf dem Werdegang der Protagonistin und gibt einen kuriosen Blick auf die Filmewelt Hollywoods, die sehr interessant und lustig von der Autorin dargestellt wird. Die Geschichte erzählt davon, wie hart es ist alles zu erreichen was man möchte, über wie viele Leichen man gehen muss und wie schnell man wieder am Anfang stehen kann, wenn man sich nur einen einzigen Fehler leistet.

Im hinteren Drittel des Buches findet aber auch eine sehr süße Liebesgeschichte ihren Platz, die dem Roman den letzten Schliff erteilt und das romantische Leserherz voll und ganz befriedigt.

Kurz gefasst: Der wunderbar kurzweilige Roman ist durch die begabte Feder der Autorin zu einem erquickenden und unterhaltsamen Lesevergnügen für junge und auch ältere Frauen geworden.

Simones Bewertung 04 Sterne.png

Die Protagonistin und Ich-Erzählerin Taylor träumt schon ihr ganzes Leben lang davon, Filme zu produzieren. Sie sieht das als ihre Leidenschaft und Berufung an. Doch als die Träume auf die Wirklichkeit prallen, als die Protagonistin einen Job in Hollywood bekommt, gibt es erst einmal eine harte Landung für sie.

Intrigen, Manipulation, Zickigkeit - damit hat Taylor nicht gerechnet. Und: Dafür ist sie einfach zu freundlich und lieb. Allerdings lässt sie sich im Laufe des Romans auch manchmal zu Ausrutschern hinreißen, ansonsten könnte sie wohl auch in dieser Welt, in der es um ständigen Erfolg und auch um viele Oberflächlichkeiten geht, nicht bestehen. Quinn, die Tochter ihrer Chefin, wird zu ihrer Lehrmeisterin in puncto „kleine Boshaftigkeiten und Intrigen“.

Aber Taylor bleibt dem Leser sympathisch und ihre „Ausrutscher“ sind auch nachvollziehbar und halten sich meist noch im Rahmen.
Ein bisschen Liebe gibt es in diesem Roman übrigens auch, im Vordergrund steht sie aber nicht.

Der Roman ist nicht ganz so gut aufgebaut wie der Erstling von Zoey Dean, „Harte Zeiten für Partygirls“, den ich uneingeschränkt empfehlen kann, aber gute Unterhaltung.

Kurz gefasst: Fans von Romanen a la „Der Teufel trägt Prada“ liegen hiermit genau richtig. Lockere High-Society- und Business-Chick-lit-Unterhaltung.

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