Rezensionen

Tinas Bewertung 02 Sterne.png

Amanda und Graham O'Leary leben in Woodley, einem kleinen Städtchen, wo nichts verborgen bleibt. Amanda arbeitet als psychologische Koordinatorin in der Schule, Graham arbeitet als Gärtner für das O'Leary Landscape Design. Sie sind glücklich zusammen, wäre da nicht der Wunsch nach einem Kind und Grahams Familie …

Russell und Georgia Lange und ihre Kinder Allison und Tommy sind die Nachbarn der O'Learys. Russell ist Hausmann und arbeitet als Journalist. Die Geschäftsfrau Georgia dagegen ist immer unterwegs. Das ändert sich erst, als sie bemerkt, dass in ihrer Familie etwas nicht stimmt ...

Leland und Karen Cottler und ihre Kinder Jordie, Julie und die Zwillinge Jared und Jon sind ebenfalls Nachbarn. Leland, genannt "Lee", ist ein richtiger Schürzenjäger, seine Frau Karen hingegen macht um jeden Preis auf „Mutter der Nation“, die dazu immer alles über alle anderen erfahren will ...

Die junge und hübsche Witwe Gretchen Tannenwald ist ein ruhiger und zurückhaltender Mensch - und Karen will unbedingt das Geheimnis ihrer Schwangerschaft lüften.

Ich hatte mich wirklich auf Barbara Delinsky "Die schöne Nachbarin" gefreut und konnte es kaum erwarten, das Buch zu lesen. Doch leider wurde ich schnell von der Geschichte ernüchtert und hatte so einige Probleme damit, im weiteren Verlauf, das Buch nicht abzubrechen, sondern bis zum Ende durchzuhalten.

Das Thema Kinderlosigkeit, bzw. der Wunsch nach Kindern ist das Hauptthema des Buches. Leider dominiert es die Geschichte so sehr, dass es schnell sehr langweilig und nervig wird. Zumal darüber alle anderen Themen verdrängt werden. Die wirklichen lesenswerten Themen, wie Neid, Eifersucht, Familienkonflikte oder jugendliche Probleme, werden zwar allesamt angerissen, aber nicht vollendet, und gehen vollkommen unter.

Von dem Dauerthema Kinderwunsch derart angestrengt, fällt es ein wenig schwer sich auf die positiven Seiten des Buches zu konzentrieren. Etwa wie geschickt die Autorin ihre Leser an der Nase herumzuführen weiß. Immer wenn ich gedacht hatte, nun wüsste ich, wer der Vater von Gretchens Baby ist, führte mich die Autorin erneut in eine Sackgasse und mischte die Karten neu.

Kurz gefasst: Obwohl die Idee der "Die schöne Nachbarin" durchaus interessant und die Ausführung zum Teil recht spannend ist, konnte mich das Buch doch aufgrund seiner einseitigen Erzählweise und ständigen Erörterung von Kinderlosigkeit nicht begeistern.