Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Georgie Caruther, eine Bankangestellte, glaubt nicht an kleine grüne Männchen, bis sie eines Tages von ihnen entführt wird und in der Folge auf einem Eis-Planeten notlandet. Mit Georgie sind 11 weitere Frauen entführt worden, davon 6 im Tiefschlaf und 6 als Ersatz für mögliche Ausfälle der tiefschlafenden „Ware“.

Die wachen, aber verletzten und geschwächten Frauen entscheiden sich dafür, nicht auf ihre Entführer zu warten, sondern sich auf die Suche nach Hilfe zu machen. Und weil sie sich bereits erfolgreich gegen ihre Entführer zur Wehr gesetzt hat, fällt die Wahl der Frauen als Vorhut auf Georgie.

Auf ihrer Mission durch die Eiswüste tritt Georgie in die Falle des Jägers Vektal. Der Chief der „Ice Planet Barbarians“, der sa-khui, erkennt ihn ihr sofort seine für ihn vorbestimmte Partnerin. Vielmehr ist es khui, einer Art Wurm, mit dem er eine Symbiose eingegangen ist und die sein Überleben auf dem Eisplanten sichert, der Georgie für ihn ausgewählt hat.

Nach der Rettung durch die sa-khui bleibt den Frauen nicht mehr viel Zeit sich zu entscheiden. Sie können zu den kleinen grünen Männchen zurückkehren und sich in ein unbekanntes Schicksal geben oder sich für einen khui entscheiden, ein Leben auf dem Eis-Planeten und einen möglichen Partner unter den gehörnten, blauhäutigen Aliens.

Egal wo ich hingehört habe, überall ist mir Ruby Dixons „Ice Planet Barbarians“-Serie als Lesetipp begegnet. Obwohl ich der Idee von ScFi/Alien-Romance nicht abgeneigt bin, habe ich mich in diesem SUB-Genre noch nicht allzu weit vorgewagt. Einiges von dem, was ich ausprobiert hatte, hatte mir eindeutig zu viel „Würze“ und mehr Erotika als Liebesroman. Was den Grad der Würze betrifft, so passt der 1. Teil der „Ice Planet Barbarians“-Serie, „Ice Planet Barbarians“, für mich gut.

Ist das Buch oder die Serie "trashig"? Ja! Trotzdem hat mir der Stil der Autorin und ihr Humor gefallen, sowie ihre geschickte Art, die Annäherung der entführten Menschenfrauen an die Bewohner eines fremden und von der Erde weit entfernten Planeten zu erzählen. Es bleibt wohl nicht aus, dass bei einer solchen Geschichte Logiklöcher entstehen. Diese werden jedoch von der Autorin erfinderisch mit einer guten Portion schriftstellerische Freiheit füllt.

Gut gefallen hat mir ebenfalls, dass es der Autorin gelingt, das Gleichgewicht zwischen der vorbestimmten Partnerschaft (durch den khui) und der persönlichen Anziehungskraft der Protagonisten zu halten. So trägt die Ergebenheit von Vektal und sein Wille neues zu lernen und das ihm unbekannte und fragile Wesen als seine Partnerin anzuerkennen, sowie die Anziehungskraft seines fürsorglichen Charakters auf Georgie, viel dazu bei, die Liebesgeschichte der beiden nachvollziehbar wirken zu lassen und nicht nur auf sexuelle Anziehungskraft zu reduzieren.

Kurzgefasst: was für ein grandioser Auftakt für eine SciFi-Alien-Romance-Serie. "Trashig" ja, aber auch amüsant, sexy und unterhaltsam erzählt.