Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Nachdem sie erfolgreich die VORNEHMEN AKADEMIE DER GOUVERNANTEN abgeschlossen und ihre Stellung beim russischen Botschafter mit Empfehlungen verlassen konnte, kehrt Celeste nach Blythe Hall zurück, zu ihrem heißgeliebten Ellery Throckmorten.

Und auch wenn es in Celestes Augen kaum ein Problem darstellt, schließlich überwindet Liebe alle Schranken, so ist es doch eine Tatsache, dass sie nicht in die oberer Etage von Blyth Hall zurückkehrt, in der die Throckmortens leben, sondern als Tochter des hochgeschätzten Gärtners downstairs in die Dienstboten Quartiere.

Tatsächlich ist der jüngere Throckmorten-Sproß Ellery von Celeste einfach nur entzückt und flirtet mehr als bereitwillig mit der Schönen. Sein älterer Bruder hingegen ist keineswegs erfreut, den Garrick hat gerade eine millionenschwere und für seine Geschäfte äußerst hilfreiche Ehe seinen kleinen Bruder arrangiert.

Dumm nur, dass ausgerechnet er Celeste wieder in Haus geholt hat, als Gouvernante für seine eheliche und Ellery uneheliche Tochter. Aber da er eh immer alle Probleme lösen muss, die sein Bruder verursacht, macht er sich nun eben daran, das Problem Celeste aus dem Weg zu schaffen. Problematisch nur, dass er so erfolgreich damit ist, dass nun auch er sich von Celeste bezaubert sieht.

Als ich diesen Teil von Christina Dodds Gouvernanten-Serie das erste Mal gelesen hatte, habe ich dem Buch 4,5 Punkte verliehen. Und auch knapp 20 Jahren später, nach dem erneuten Lesen, kann ich diese gute Bewertung immer noch so unterstreichen.

Tatsächlich würde ich dem Inhalt, Christina Dodds Historical-Variante des Sabrina-Themas, heute, ich kann mich leider nicht mehr erinnern, wie es mir beim ersten Lesen erging, glatte 5 Punkte geben; was nicht zuletzt darauf beruht, dass ich finde, das „Sabrina“, ob in der älteren Version mit Audrey Hepburn oder der modernen mit Julia Ormond, ein ganz bezaubernder Film ist und eine so wunderschöne Liebesgeschichte erzählt.

Ich habe in meiner ersten Bemerkung zum Buch geschrieben, dass die Autorin das Grund-Thema geschickt mit ein paar würzigen Zusätzen ausschmückt, das ein oder andere Detail dazu fügt und dann alles in einen historischen Mantel verpackt und damit ein wunderschönes Märchen formt. Und dem gibt es auch heute noch nichts hinzuzufügen.

Außerdem hatte ich geschrieben, dass man dabei, wie von der Autorin gewohnt, sympathische, intensiv ausgearbeitete Figuren präsentiert bekommt, die es einem leicht machen sie und ihre Geschichte zu mögen – was ich jedoch heute ein wenig kritischer sehe, insbesondere was den weiblichen Hauptcharakter betrifft.

Denn während mir in der Reihe erstmals der männliche Hauptcharakter richtig gut gefallen hat, vermutlich weil die Autorin sein - serientypisches – Höhlenmännchen-Gebaren, so geschickt zu verstecken weiß, bzw. zurückhaltend in die Geschichte eingearbeitet hat, empfand ich Celeste, die Hauptprotagonistin, als sperriger, als ihre Serien-Vorgängerinnen; was aber vielleicht auch daran liegen kann, dass ich mit dem Typ „unschuldig-naive Sirene“ so überhaupt nichts anzufangen weiß.

Doch letztendlich sind Celeste und ich, dann doch noch ganz gut miteinander ausgekommen, was mich auch meinen damalig formulierten Abschlusssatz genauso wiederholen lässt:
Kurz gefasst: "Die Liebesfalle" ist ein rundherum schönes Wohlfühl-Lese-Buch und Liebesroman-Fans unbedingt zu empfehlen!