Rezensionen

Kerstins Bewertung 03 Sterne.png

Ann liebt ihren Chef Jasha. Seit Jahren. Heimlich. Als sie ihm dringende Dokumente in sein Wochenendhaus (bzw. Schloss) bringen muss, sieht sie endlich ihre Chance gekommen. Doch als sie ankommt, trifft sie ihren Chef in Wolfsform an - und er verwandelt sich vor ihren Augen zurück. Panisch flieht sie, doch da Jasha gejagt wird, gerät auch Ann ins Visier der Jäger. Jasha will sie schützen, zumal er herausgefunden hat, dass Ann es ist, die ihn laut Prophezeiung von dem Fluch erlösen kann. Doch ist Ann bereit, sich schützen zu lassen?

Wie gewohnt bei Christina Dodd lässt sich auch der erste Teil ihrer paranormalen Serie flüssig und kurzweilig lesen.
Auch wie gewohnt ist der Held sehr Alpha. Sie ist - wie sollte es auch anders sein? - wunderschön, aber unsicher, intelligent, aber naiv, innerlich zerrissen, voller Selbstzweifel, aber herzensgut - und Jungfrau.

Sie flieht vor ihm in eine dunkle, stürmische, regnerische Nacht, watet in der Kälte durch den Fluss und wird schließlich von ihm im Wald zu Boden geworfen und "verführt". Eine sehr heiße Szene, aber irgendwie auch brutal. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie a) eine Jungfrau ist und b) gerade herausgefunden hat, dass der Verführer ein Werwolf ist.

Nachdem er sie drei Jahre lang im Büro ignoriert hat, sie dann ziemlich brutal genommen hat ohne Rücksicht auf ihre Gefühle, sieht er sie erst dann als seine Gefährtin, als er herausgefunden hat, dass sie den Fluch brechen kann. Das legt für mich den Verdacht nahe, dass seine Gefühle nicht wirklich tief gehen.

Ergo: Ein kurzweiliger Lesespaß für ein paar vergnügliche Stunden auf dem Sofa, aber sicherlich kein Roman, den man gelesen haben muss und der einem im Gedächtnis bleibt.