Rezensionen

Simones Bewertung 03 Sterne.png

Das Thema dieser Geschichte ist schon in vielen Frauenromanen umgesetzt worden: Die Braut wird am Hochzeitstag von ihrem Bräutigam verlassen, die Hochzeit und alle Träume sind geplatzt.

In diesem Roman ist das Thema alt bekannt und wenig originell umgesetzt. Judy wird von ihrem Freund Barry, den sie von Kindheit an kennt, am Hochzeitstag verlassen. Barry setzt sich nach Südfrankreich ab und Judy versucht mit den Geschehnissen fertig zu werden. Dabei kommt sie Barrys Trauzeugen Lenny, dem klassischen One-Night-Stand-Typ, näher und es knistert… …. und wie der Plot generell ist auch das Ende der Geschichte relativ vorhersehbar.

Das typische „Rezept“ eines solchen Romans, also viele Dialoge, witziges und chaotisches Verhalten etc., ist vorhanden - leider hat es mich hier aber nicht überzeugt, es wirkte auf mich häufig aufgesetzt.

Die Figuren waren mir zu eindimensional, und ich konnte auch nicht mit der Protagonistin mitfühlen. Dabei ist der Roman relativ weitschweifig erzählt (zur geplatzten Hochzeit kommt es erst nach 200 Seiten), und so lässt sich die Handlung eigentlich sehr schnell zusammenfassen.

Kurz gefasst: The same procedure… Frauenroman über eine geplatzte Hochzeit - keine Überraschungen und traditionell gestrickt.

Tinas Bewertung 03 05 Sterne.png

"Liebesperlen zum Kaffee" erzählt vom dem Albtraum aller Bräute, denn wer wird denn schon gerne vor dem Altar stehen gelassen?

Das Erschaffen eines "Mädchentraums"- die "perfekte Traumhochzeit" beschreibt Claire Dowling sehr gefühlvoll und in einem flüssigen Erzählstil. Nichtsdestotrotz hat die Geschichte ihre Längen, die es mir stellenweise recht schwer gemacht haben weiter zu lesen. Zwar ist es nicht uninteressant was die Autorin rundherum zu erzählen hat, doch das Wesentliche lässt einfach zu lange auf sich warten und so dauert es z.B. ewig bis zur verpatzten Hochzeit.

Zudem war es etwas befremdlich für mich, dass Judy nur durch ihre Listen und für ihre Hochzeit lebt und gar nicht bemerkt, wie das Leben an ihr vorbei zieht. Zwar ist ihre Freundin Ber im Vergleich etwas offener, denn sie sieht nicht alles durch die rosarote Brille und merkt dass da etwas schief läuft, doch rettetet sie dann auch nicht mehr die mir fehlende Sympathie für Judy.

Punkten konnte die Autorin nach meinem Geschmack dann wieder mit dem Ende der Geschichte. Denn Liebe hat die Finger im Spiel und so kommt es zu einem Happy End, das vollkommen anders war, als von mir erwartet und mich dann doch noch positiv überrascht hat.

"Liebesperlen zum Kaffee" behandelt ein Thema, dass uns alle, auf die ein oder andere Weise zu berühren versteht, doch die manchmal naive Art von Judy und Barry, sowie die Blindheit vor Liebe und dass dadurch entstehende Chaos mit dem Trauzeugen Lenny haben es mir, ebenso wie die etwas langatmige Erzählweise, schwer gemacht.

Kurz gefasst: Ganz nett zu lesen, aber kein Buch, das einem lange im Gedächtnis bleiben wird.