Rezensionen

Ankes Bewertung 03 Sterne.png

Wegen der sehr verschiedenen Bewertungen war ich recht gespannt auf den 1. Teil von Jocelynn Drakes "Jägerin der Nacht"-Serie. Beim Lesen wurde mir dann doch schnell klar, dass ich sowohl den guten als auch den negativen Meinungen recht geben kann, was eine Bewertung natürlich verflucht schwer macht.

Aber zunächst einmal: Wer mit "Nightwalker" eine paranormale Romance erwartet, wird mit ziemlicher Sicherheit enttäuscht werden. Eine romantische Liebesgeschichte ist, wenn man sie als solche überhaupt zur Kenntnis nimmt, nur ansatzweise zu erkennen. Wer dagegen paranormale Aktion sucht, die seinen Leser mit einer "gefühlsduseligen" Happy End-Romanze verschont, für den ist "Jäger in der Nacht" eine heiße Empfehlung!

Zumal das Buch definitiv ein Pageturner ist, der es einem schwer macht es aus der Hand zu legen. Flott erzählt, taucht man bereits zu Anfang des Buches in Kämpfe der Hauptprotagonistin Mira ein und kommt erst mit der letzten Seite wieder zum Luft schnappen hoch.

Vielleicht mutet der mitunter ausschweifende Ich-Erzählstil, der schon mal etwas geschwollen daher kommt, ein wenig befremdlich an. Und vielleicht wird man keine rechte Sympathie für die Protagonisten aufbringen können; noch Verständnis für deren Ansichten oder ihr Verhalten.

Dennoch ist "Nightwalker" kein schlechtes Buch - aber, und dieser Punkt ist eben für mich persönlich ausschlaggebend, es entspricht einfach nicht meinem Lesegeschmack. Ich finde ein gewisses Maß an Action in einem Roman klasse, aber ich will eben auch eine "gefühlsduselige" Happy End-Romanze. ;-)

Kurz gefasst: Paranormale Action satt, aber von einer Romance ist nur wenig zu finden.