Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Tristan Gatwick kennt seine Pflicht: Heiraten und einen Erben zeugen, damit der Titel Duke of Shelbourne auch für zukünftige Generationen bestehen bleibt. Er ist es jedoch leid, dass kichernde junge Damen ihm Fächer, Handschuhe und Taschentücher in den Weg werfen, um dem auf Brautschau wandelnden Duke vorgestellt zu werden. Da kommt ihm die zufällige Bekanntschaft mit der Heiratsvermittlerin aus Berufung, Tessa Mansfield, gerade recht.

Tessa die nie selber heiraten wird, hat es sich zur Pflicht gemacht, den unbeachteten und oft unscheinbar wirkenden Mauerblümchen zu einer Liebesheirat zu verhelfen. Ein verwegener Duke ist nicht gerade ihre übliche Klientel; doch stimmt sie zu, ihm zu helfen und ihm, wie sie sich selber schwört, ebenfalls zu einer Liebesheirat zu verhelfen.

Doch je mehr Zeit sie mit dem verführerischen Mann verbringt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen und umso eifersüchtiger wird sie auf die Bewerberinnen um Tristans Hand, die doch nur durch ihr Betreiben hin als Bewerberinnen um seine Hand gelten. Aber auch Tristan ergeht es nicht anders, auch er fühlt sich stark von Tessa angezogen. Nur leider steht sie nicht als mögliche Auswahl zur Duchess zur Verfügung.

"How to marry a Duke" ist ein charmanter Liebesroman, der mit viel Wortwitz und großartigem Humor erzählt wird. Einmal angefangen könnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen und habe einmal mehr meinen Nachtschlaf sausen lassen, um diese romantische Geschichte am Stück in mich aufzusaugen.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich nur langsam und zeigt sich zunächst nur durch Flirts, zufällige Berührungen, stille Sehnsüchte und geheimes Verlangen. Tristan als auch Tessa haben ihre Gründe, warum sie glauben, nie eine gemeinsame Verbindung eingehen zu können, dennoch kommen sie kaum gegen ihre beiderseitige Anziehungskraft an. Sie lernen erst im Laufe der Geschichte, dass es sich lohnt für die wahre Liebe Berge zu versetzen.

Beide Hauptfiguren sind sehr sympathisch. Die starken und unabhängigen Charaktere, die mit beiden Füßen im Leben stehen und wissen was von ihnen erwartet wird, wachsen einem beim Lesen schnell ans Herz. Da sie jedoch aber auch allzu menschlich und mit Schwächen und Fehlern behaftet sind, läuft nicht immer alles so wie es geplant ist. Denn das Leben und die Lieben gehen eben ganz eigene Wege.

Für die besondere Leichtigkeit und das Amüsement des Romans sorgen 24 jungen Braut-Bewerberinnen und weitere wunderbare und gewitzte Nebenfiguren, wie Tristans Mutter, seine Schwester Julianna oder Tristans Freud der Earl of Hawkfield (der übrigens in "How to seduce a Scoundrel" seine Geschichte hat).

Kurz gefasst: Für Liebesroman-Fans von Regency-Settings ist "How to marry a Duke" eine echte Empfehlung. Unbedingt lesen!