Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

"Für alle Tage, die noch kommen", lädt mit einem türkisfarbenen Cover ein, das mit goldenen Kreisen und einer einladenen Schrift auf sich aufmerksam macht. Zudem ziehen sich kleine Pusteblumensamen, wie ein roter Faden durch das Buch und zeigen die Kapitel an, sowie die Erzähler, die ihre Geschichte mitteilen wollen.

Da der Klappentext, schon einiges verrät, möchte ich dem nur eins hinzufügen, man sollte sich beim Lesen Zeit und Ruhe gönnen, um den Roman auf sich wirken zu lassen.

Teresa Driscoll versteht es durch ihren flüssigen, aber auch sehr feinfühligen Schreibstil, dem Leser ihre Geschichte, dessen Geheimnisse, die Wut, Trauer und auch die Angst näherzubringen, die Melissa und Max während der schwierigen Zeit erleben.

Melissa erfährt, wie sehr ihre Mutter sie geliebt hat und was sie bewegt hat und es ist wie ein magischer Moment, der viele Erinnerungen in ihr wachruft und verschlossene Gefühle endlich an die Oberfläche lässt. Zugleich aber auch die Chance auf ein Leben mit viel Liebe, Freude und den Momenten des wahren und echten Glücks bietet.

Das Buch erinnert einen daran, dass Erinnerungen etwas Kostbares sind und man sich vor allem an die kleinen Dinge des Alltags erfreuen und erinnern sollte, wie z.B. das Reiben einer Orange, der Duft von  Keksen oder Momente des Glücks und gemeinsamer Nähe.

Die Autorin Teresa Driscoll hat auch ein paar Rezepte mit in die Geschichte einfließen lassen, was ich persönlich einfach toll finde. Zudem erzählt ihre Geschichte viel Wahres, dass man sich zu Herzen nehmen kann, wenn man möchte. Und sie erinnert daran, dass man es mit Liebe tun sollte, das Wichtigste und zugleich Kostbarste im Leben.

Kurz gefasst: Für mich persönlich war es ein sehr emotionaler Lesegenuss und ich bin sehr froh, ihn trotz der lieb gemeinten Warnung einer Freundin "das es ein sehr trauriges Buch sei, dennoch gelesen habe. Es hat mir persönlich einiges gegeben und zugleich auch die Sicht auf das Thema Brustkrebs stark verändert.