Rezensionen

Chris' Bewertung 04 05 Sterne.png

Als die Musikprofessorin Sarah in der Nähe ihres Häuschens zwei Männer mit einer Schaufel außer Gefecht setzt um einen verletzten Mann zu retten, weiß sie nicht was sie sich damit aufhalst. Der Verletzte ist übel zugerichtet und sie nimmt ihn mitfühlend in ihr Haus um ihn zu verarzten und versorgen.

Ziemlich schnell wird Sarah die Identität von Roland offenbart. Er ist ein Unsterblicher, ausgestattet mit der Gabe des Heilen und seit Jahrhunderten auf der Mission Vampire zu eliminieren, die dem Blutdurst verfallen sind. Von Beginn an gibt es Ähnlichkeiten zu Lara Adrians Serie, aber auch zu den Vampiren von Lynsay Sands.

Die Autorin erklärt ziemlich schnell die Aufgabe und Entstehung der Unsterblichen und die klaren Rollen scheinen auch bald verteilt- sobald der Gegner der Unsterblichen feststeht. Allerdings gibt es in dem Roman immer wieder Wendungen und so kann sie die Spannung gut halten.

Die Protagonisten werden sehr schön beschrieben und ihre Geschichte ohne Schnörkel erzählt. Und erfreulicherweise werden sie nicht als die Superhelden schlechthin hingestellt, wie es oft bei JR Ward passiert. Sarah und Roland sind zwei sehr nette Protagonisten, die sehr sympathisch rüberkommen. Die Geschichte wird auch nicht unnötig mit Misstrauen oder Herumgezicke aufgebläht.

Dennoch bleibt bei den Ähnlichkeiten zu den anderen Serien ein etwas schaler Beigeschmack und deswegen konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen. Allerdings halte ich sie für ausbau- und steigerungsfähig.

Der Anteil der Liebesgeschichte zwischen Sarah und Roland nimmt einen sehr großen Teil des Buches ein. Und für mich ging das ehrlich gesagt ein wenig zu schnell. Gut, Sarah ist eine sehr mutige Frau. Aber sie bleibt doch erstaunlich gelassen, als sie in die düstere Welt und Vergangenheit von Roland eingeführt wird. Meiner Meinung nach wäre da doch etwas Skepsis angesagt. Spätestens nach dem zweiten Übergriff auf Roland, der auch für Sarah ziemlich dramatisch verlaufen ist.

Zudem wird in dem Buch auch großes Augenmerk auf Bettakrobatik gelegt. Soviel, dass es mir selbst als Leserin von Erotikromanen schon fast ein wenig zu viel geworden ist.

Das Buch ist voller Nebenprotagonisten und auch sie werden sehr schön beschrieben, was wieder ein Pluspunkt für die Geschichte ist. Und sie endet auch mit einem interessanten Cliffhanger. Die für mich interessanteste Person waren für mich jedoch weder Sarah oder Roland, sondern eine Frau die vom Anführer der Unsterblichen gerettet wurde.

Von ihr wird man im Folgeband erfahren. Und deswegen werde ich wohl den zweiten Teil ins Auge fassen und der Serie noch eine Chance geben.

Kurz gefasst: Ein netter Serienauftakt, der jedoch auf jeden Fall noch ausbaufähig ist.

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Ein kurzweilig zu lesender Stil, unterhaltsame Kabbeleien die zum Schmunzeln einladen, gutaussehende, charmante und kampferprobte Helden - das alles sind Zutaten, die Dianne Duvall in ihrem Auftaktband zur ihrer Immortal Guardians-Serie "Düstere Zeichen" zu bieten hat.

Die Autorin lässt praktisch keine Fragen offen, erzählt viel über die Welt ihrer Unsterblichen und hat sich dazu eine (süße) Liebesgeschichte kreiert, die sich ohne Missverständnisse und großes Hin und Her (leider zu) geschmeidig entrollt und in der alle Probleme, sich am Ende in Friede, Freude, Eierkuchen auflösen.

Nun, das wäre eigentlich alles recht erfreulich (ja, sogar mit der süßlichen Liebesgeschichte und dem "Friede, Freude Eierkuchen"-Teil hätte ich leben können), wenn es der Autorin gelungen wäre, die Gegensätze und Widersprüchlichkeiten, die sie in ihren Charakteren, ja in der ganzen Geschichte, unterzubringen versucht, harmonisch und vor allem glaubwürdig zu vereinen.

Die Autorin beschreibt auf der einen Seite "tortured heroes": Gestählt, kampferprobt, unerbittlich dem Feind gegenüber und schützend zur Seite stehend denjenigen gegenüber die sie lieben. Es gibt einiges an blutigem Gemetzel und viele schlimme und tapfer ertragene Verletzungen zu überstehen

Und lässt ihre Vampire außerdem einen köstlichen Auberginen-Auflauf zubereiten, Tofu zu essen und Tee zu trinken, Blut aus Beuteln zu sich zu nehmen (außer man befindet sich gerade in einem Gemetzel, den Bösen gehört es schließlich nicht anders) und dazu noch eine "Putzfee" zu sein (Zitat aus dem Buch), den Kumpel einfach mal in den Arm nehmen zu wollen, um ihn zu trösten.

.... dass passte einfach nicht zusammen, zumindest nicht so wie die Autorin mir das alles vermittelt hat. Kein Wunder, dass ich beim Lesen immerzu hin und her gerissen war. Einerseits unterhaltsam, andererseits unfreiwillig komisch

Ich für meinen Teil werde die Serie trotz meiner Kritik weiterhin im Auge behalten. Denn der angenehme kurzweilige und durchaus unterhaltsame Erzählstil ist es durchaus lesenswert und die Verlockungen anderer, bereits vorgestellter, Figuren und ihre Geschichten zu erfahren, ist eben auch nicht gering.
Immerhin Dianne Duvalls Unsterbliche teilen meinen Musikgeschmack *ggg*; was witzig ist, aber selbstverständlich die Geschichte nicht besser macht und keinen Einfluss auf meine Bewertung hat.

Kurz gefasst: Durchaus kurzweilig, doch ohne Biss.