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Nicoles Bewertung

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Rob Hale erwacht nach einem schlimmen Motorradunfall im Krankenhaus und ist verwirrt. Lena, die Frau die als Beifahrerin mit ihm unterwegs war und die laut eines Sanitäters schwerer verletzt war, als er, soll es laut örtlicher Polizei gar nicht gegeben haben? Weder gab es einen zweiten Krankenwagen, der Lena ins Krankenhaus brachte, noch wurde angeblich eine weitere Verletzte am Unfallort aufgefunden.

Doch Rob ist sich absolut sicher, dass Lena existiert. Er lernte sie einen Tag vor dem Unfall kennen, als er in einem abgelegenen Haus im Wald einen Boiler reparieren sollte und sie war ihm spontan so sympathisch, dass er sie auf eine Spitztour am nächsten Tag einlud.

Die Polizei glaubt jedoch, dass Rob den Selbstmord seiner Schwester einen Monat zuvor noch nicht überwunden hat und durch seine Kopfverletzungen nun eine Art Trauma durchlebt. Robs Eltern jedoch glauben ihrem Sohn und fordern eine Privatermittlerin an, die gut bekannt mit Robs Schwester war. Diese findet schließlich auch schnell heraus, dass an Robs Maschine manipuliert wurde. Ihre Ermittlungen führen sie unter anderem auch zu dem alten Haus im Wald und dort findet ausgerechnet Rob eine heiße Spur…

Safe House“, sprach mich vor allem wegen des interessant klingenden Klappentextes an. Dem zufolge steht ein junger Mann im Mittelpunkt einer rätselhaften Story, der mit einer Ermittlerin des Secret Services auf der Isle of Man darum kämpft, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Es dreht sich jedoch in dem Roman nicht nur um die Frage, ob Lena, die junge Frau, die verschwand, tatsächlich existierte; eigentlich wird diese Frage sehr schnell aufgelöst, doch Lena hatte einige Geheimnisse und war unter anderem auch in einen Mord verwickelt.
Der Autor hat sich ca. bis zur Hälfte des Romans sehr viel Mühe damit gegeben, die Spannung aufrechtzuerhalten, doch ab dem Moment, als man erfährt worum es eigentlich geht, flacht der Spannungsbogen immer mehr ab. Zwar fand ich die Ermittlungsarbeit durch Rebecca interessant beschrieben, doch fehlte mir einfach ein wenig mehr atmosphärische Dichte, zumal auch die Entdeckung, dass Robs verstorbene Schwester ebenfalls etwas mit dem Fall um Lena zu tun hatte, nicht wirklich viel Innovatives mit sich bringt.

Safe House“ ist dabei durchaus kein schlechter Krimi, solide und eingängig geschrieben ist er allemal, doch richtig fesseln konnte er mich leider nicht, was vielleicht auch ein wenig daran lag, dass ich mit beiden Hauptpersonen nicht richtig warm werden konnte. Sie und ihre Gefühlswelt, blieben über weite Strecken zu blass beschrieben. Gerade in Robs Fall fand ich das sehr schade, da er durchaus viel Potential mit sich brachte.

Kurz gefasst: Solide Krimikost, die mich jedoch nicht richtig fesseln konnte.


Safe House

Chris Ewan

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Originaltitel: Safe House
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499254345
Erscheinungsdatum: März 2014
Genre: Krimi

Klappentext
 
Du hast es nur geträumt. Rob Hale erwacht im Krankenhaus. Motorradunfall. Als er sich besorgt nach seiner Mitfahrerin erkundigt, erntet er verwirrte Blicke: Er war lange bewusstlos. Vielleicht belastet ihn ja der Selbstmord seiner Schwester noch. Ein zweites Unfallopfer hat es jedenfalls nicht gegeben. Rob zweifelt an sich selbst. Er kann sich doch genau erinnern, wie er das Mädchen kurz vor dem Unfall in dem einsamen Haus auf der Isle of Man kennengelernt hat; es war eine seltsame Begegnung. Lena hieß sie. Dann taucht Rebecca auf. Früher, sagt sie, war sie beim MI5. Sie will ihm helfen. Doch wer hat sie beauftragt? Und zwar schon vor dem Unfall? Rob weiß nicht, wem er noch trauen kann. Wer garantiert nicht sein Freund ist, wird er indes bald schmerzhaft erfahren …

Quelle: Rowohlt

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