Rezensionen

Wildfees Bewertung 03 Sterne.png

Der Schauspieler Marcello soll in der letzten Szene seines Filmes in einem brennenden Wikingerschiff auf dem Meer treiben. Doch plötzlich entdeckt er, dass er nicht nur um mehrere hundert Jahre zurückversetzt worden ist, sondern er ist auch anscheinend durch den Raum gereist, denn er befindet sich nicht mehr an der Küste Floridas. Jetzt befindet sich an der Küste Islands und jeder nennt ihn Viktor. Schlimmer noch, er ist mitten in einer Schlacht gelandet und alle behaupten, dass er der Anführer einer Horde Wikinger ist.

Nachdem er sein neues Leben akzeptiert hat, versucht er die Wikinger zu einem friedlichen Zusammenleben zu überreden und behauptet daher, dass er aus einer neunten Welt, der "Zukunftswelt", mit einer Botschaft zurückgekehrt ist. Indem er wahre und erfundene Geschichten aus dieser Welt erzählt, die den Nutzen von Frieden und den Schaden durch Krieg und Zerstörung darstellen, schafft er es nicht nur, seine eigenen Krieger auf seine Seite zu ziehen, sondern auch Krieger aus dem mit ihm befeindeten Stamm. Doch nicht nur bei den Kriegern helfen ihm seine Erfahrungen aus seinem "alten" Leben als Marcello, sondern auch bei der Kriegerin Reyna...

Inwieweit die Darstellung der Wikingerkultur historisch korrekt ist, kann ich nicht sagen. Das Buch ist an und für sich nicht schlecht, wenn man nur den Liebesgeschichten-Aspekt anguckt: Viktor/Marcello muss sich erst das Vertrauen von Reyna verdienen und beide sind sehr eigensinnig. Auch die Erotikszenen sind gut ausreichend "würzig".
Was mich am Roman stört, ist die "Botschaft" die Marcello rüberzubringen versucht und wie leicht es ihm fällt eine ganze Gemeinschaft umzuerziehen. Das ist alles andere als realistisch......andererseits sind Liebesromane ja in den seltensten Fällen wirklichkeitsnah.