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Tinas Bewertung

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Milli ist eine toughe Frau, die schon einige Schicksalsschläge erfahren musste. Sie bewohnt mit ihren zwei Mai Coone Katzen eine alte verwunschene Villa, die förmlich zu leben scheint.
Sie schreibt Paul, was sie denkt, fühlt, glaubt und gibt ihm durch die Briefe einen Leitfaden, wieder zurück ins Leben zu finden.

Paul hat Schwierigkeiten mit dem "Warum sie und wieso nicht ich"? Er steckt in einer Lebenskrise fest und erst, als es zu einer Verzweiflungstat kommt, die Milli jedoch bereits geahnt hat und Hilfe schickt, lernt Paul ganz langsam, wieder zu sich zurückzufinden.

Julia Fischer hat einen sehr emotionalen Roman geschrieben, der einen zum Nachdenken, aber auch Mittrauern einlädt.
Die Liebe und die Sehnsucht nach der Liebe, stehen im Vordergrund, aber auch die tiefe Freundschaft und das Gefühl von Seelenpartnerschaft sind Themen der Geschichte.

Der Erzählstil ist sehr bildlich und auch sehr detailgenau. Da jedoch eine recht schwermütige und traurige Geschichte erzählt wird, drückt die Geschichte, die zudem durch ihre Themen lange nachklingt, auch ein wenig aufs Gemüt, wie feucht-kaltes Herbstwetter.
Zudem ist "Sehnsucht auf blauem Papier" auch eine Liebeserklärung in Briefform, einer Erzählform, zu der ich immer nur schwer Zugang finde.

Ein Roman der eindeutig seine lesenswerten Seiten hat, wie die Art, wie Milli das Leben sieht und danach handelt, was einfach bewundernswert und wunderschön zu lesen ist, doch insgesamt ist es ein eher trauriges Buch.

Kurz gefasst: Liebe, die schon solange hofft das sie endlich zusammenkommen wird und trotzdem immer wieder Hürden nehmen muss, die nicht hätten sein müssen, wenn man ehrlich miteinander gesprochen hätte. Nachdenklich machender, aber durchaus auch ansprechender Lesestoff.


Sehnsucht auf blauem Papier

Julia Fischer

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Originaltitel: ----
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3426653500
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
Genre: Contempoarary

Klappentext

Seit 20 Jahren ist die Heilpraktikerin Milli Gruber heimlich in den Arzt Paul verliebt, mit dem sie eine tiefe Freundschaft verbindet. Als Pauls Frau stirbt, weiß Milli mit ihrem besonderen Gespür für Menschen, dass er selbst sie nun nicht um sich haben will. Aus der Ferne sucht sie nach einem Weg, ihn aufzufangen, seine Trauer, seine Verzweiflung zu lindern. Ein Jahr lang schreibt Milli Paul täglich einen Brief und schenkt ihm Trost. Wenn Worte heilen können, dann ihre. Am Ende besitzen Milli und Paul etwas unglaublich Kostbares: eine Liebe ohne Begehren, eine Sehnsucht ohne Anhaften, ein Tasten, das unter die Haut geht, ohne sie zu berühren.

Quelle: Droemer/Knaur

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