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Tinas Bewertung

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"Die Tochter des Arztes", sticht einem aufgrund des wunderschönen und doch so besonderen Cover sogleich ins Auge. Aber auch das Innenleben, zwischen den Buchdeckeln, hat eine kleine optische Besonderheit zu bieten, jeweils einen Kreis mit Blumen zu jedem Kapitelanfang.

Die Geschichte erzählt von Eugenia, die zur Biedermeierzeit lebt. Sie ist so anderes als wie man eigentlich erwartet, denn sie hat ihre eigene Art die Geschehnisse zu betrachten. Auch weiß sie was sie möchte: ein anderes Leben, kein so angepasstes wie ihre Familie es für sie vorgesehen hat. Und genau da liegt auch das Problem.

Martina Frey hat einen Roman geschrieben, in dem sehr klar die Standesdünkel der damaligen Zeit hervorgehoben werden. Thema sind aber auch die Unruhen und die damit verbundenen Schwierigkeiten der Menschen, die vorher gut gelebt haben und nun mit der Armut konfrontiert werden.
Für Eugenia stellt dies alles zunächst ein Schock dar, später jedoch entpuppt sich dieser als heilsam, denn sie erkennt worauf es wirklich im Leben ankommt.

Die Themen, wie die Revolution, die Erziehung und auch das Leben der bessergestellten Frauen und Töchter, sowie die Wilderei, haben mich fasziniert, aber auch ziemlich schlucken lassen, denn man kennt ja so etwas in der heutigen Zeit ja nicht mehr.
So bin ich doch ehrlich gesagt froh, dass ich zu der damaligen Zeit nicht gelebt habe, denn ich wäre wohl ebenfalls ziemlich angeeckt.

Martina Frey hat mir aber auch gezeigt, wie interessant die Biedermeierzeit war und dass sie nicht nur aus den berühmten Stickereien und Blumensträußchen bestand, wie man sie heute noch kennt, dafür möchte ich Danke sagen.

Kurz gefasst: Eugenia kämpft um ihr Glück und ihre Selbstbestimmung, aber auch um die Liebe zu einem Mann, der nicht so ist, wie es sich ihr Vater wünscht. Eine fesselnde Geschichte aus der Biedermeierzeit.


Die Tochter eines Arztes

Martina Frey

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Originaltitel: ----
Verlag: Dryas
ISBN: 978-3940855428
Erscheinungsdatum: September 2013
Genre: Historischer Roman

Klappentext

Man schreibt das Jahr der badischen Revolution, 1848, als sich die wohlbehütete Arzttochter Eugenia in den Bauernsohn Matthias verliebt. Doch die gesellschaftlichen Unterschiede lassen ihre Liebe unmöglich erscheinen. Matthias' verzweifelter Versuch, seine Familie durch Wilderei vor dem Verhungern zu bewahren, führt zur Katastrophe. Schließlich erscheint es in den Revolutionswirren unmöglich für Eugenia, ihr Glück doch noch zu finden.

Quelle: Dryas

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