Rezensionen

Ankes Bewertung 03 Sterne.png

In diesem 3. Teil der „Kissing the Wallflower“- Serie begleiten wir nun Sophie, Louises jüngere Schwester (aus „A Midsummer Kiss“) nach Schottland. Sophie ist auf dem Weg zu ihrer Schulkameradin, als die schlechten Straßen ihr einen Strich durch die Rechnung machen und die Kutsche, die ihr ihr Schwager, der Marquess Graham zur Verfügung gestellt hat, in Reparatur muss.

Gestrandet ist die kleine Reisegruppe in Moy und wird dort prompt von der Schwester des Lairds auf Moy Castle eingeladen, nachdem der Laird selber, die, seiner Meinung nach zweifelhafter Ehre hatte Louise zu retten, die sich auf einem Spaziergang ums Dorf verletzt hat.

Nun wohnt die englische Schönheit mit ihm unter einem Dach – wo er sich doch allzu bewusst ist, dass sein Interesse nicht ihr gelten sollte, sondern dem Antrag, dem er, gemäß einem Versprechen an die verstorbenen Eltern, der Tochter eines befreundeten Lairds, Elsbeth, machen sollte.

Sophie kann Brice Verhalten einfach nicht durchschauen, der mal so abweisend und dann wieder charmant sein kann. Doch egal wie seine Laune gerade ist, Brice wirkt höchst anziehend auf Sophie. Ein Gefühl, dass ihr so bisher noch nicht untergekommen ist.

„A Kiss in Spring“ war bisher der langweiligste, weil ereignisloseste Teil der „Kissing the Wallflower“- Serie. Das war irgendwie sehr schade, da in diesem Teil mit Laird Brice Mackintosh ein Highlander mit allem Drum und Dran zum Zuge kommt und schon allein deswegen per se viel Schmacht-Potential für den geneigten Leser bietet.

Ja, ich weiß, dass ich hier von einer Geschichte mit Happy End Garantie rede, trotzdem ist hier zu offensichtlich wohin die Geschichte führen wird. Brice ist äußert willig und Sophie, für mein Gefühl, fast schon ein wenig zu „straight forward“. Dagegen wirkt Brice‘ „Konflikt“, der an ihm gänzlich uninteressierten Elsbeth, wegen eines Versprechens an seine bereits verstorbenen Eltern, ihr die Ehe anzutragen vollkommen zweitrangig. Letztendlich musste ich mich fragen, worum es in dieser Geschichte eigentlich gehen soll?

Grundsätzlich waren Geschichte und Erzählstil unterhaltsam zu lesen, das Format, eine „short story“, wie ich sie nenne, kurzweilig, die Figuren sympathisch und das Setting traumhaft. Und es war keineswegs so, dass ich mich hätte durch die Geschichte quälen müssen, ganz im Gegenteil, die Zutaten waren perfekt gewählt und gekonnt aufbereitet. Wenn ich in der Geschichte nur etwas mehr Sinn hätte erkennen können, wäre es perfekt gewesen. Vielleicht ein wenig zu „smooth“, zu „glatt“, aber doch unterhaltsam.

Kurz gesagt: die perfekten Zutaten, aber zu wenig Würze.