Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

„Die lange Reise der Artemis“, erzählt die Geschichte von drei Abtrünnigen, die aus verschiedenen Gründen auf der Flucht sind. Milla (eine menschliche Ärztin, Nukati (ein echsen-ähnliches Wesen) und ein RIX (ein mit Technik optimiert Menschen-ähnlicher Killer, im staatlichen Auftrag). Und von Artemis (ein mit Algen angetriebenes Raumschiff).

Zu meinem großen Bedauern begleiten wir (aktuell, Stand Feb. 2020) Milla, Nukati und RIX lediglich ein Stück ihres Weges. Zwar ist die Geschichte in sich abgeschlossen und endet damit, dass alle (vorerst) in Sicherheit sind, aber auch mit einem Ritt in den Sonnenuntergang und einem kleinen Ausblick auf das, was noch passieren könnte.

Ich würde es aber nicht nur deswegen sehr bedauern, wenn „Die lange Reise der Artemis“ ein Stand alone bleiben würde, sondern vor allem wegen der tollen Charaktere, die ich auf dieser Reise kennenlernen dürfte.

Zumal Milla, für meinen Lesegeschmack, ein klein wenig zu kurz kommt. Auch, wenn ich das der Geschichte nicht verüble. Schließlich ist Nukati eine faszinierende Figur und der RIX, als Charakter sehr komplex angelegt - Typen eben, die viel Raum einnehmen.

Es heißt, dass es nicht einfach sei, mit einem Science Fiction auf dem deutschen Markt zu bestehen. Da ich dieses Genre, insbesondere unterhaltsame und spannende Soft Science Fiction, jedoch gerne lese, liebe ich das Wagnis (wenn es eines solches dann tatsächlich darstellt) das Kristina Günak hier eingeht.

Dass sie dieses Buch mit viel Liebe geschrieben haben muss, kann man nicht nur zwischen den Zeilen. Von der ersten Seite an war es für mich ein wahres Vergnügen, ein Lese-Fest. Dabei musste ich immer wieder schmunzeln, wann immer mich das Gefühl gepackt hat, dass die Autorin vermutlich dieselben Science Fiction-Filme gesehen und faszinierend gefunden hat, wie ich.

Kurz gefasst: unbedingt LESEN!