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Tinas Bewertung

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Blaire ist auf der Suche nach ihrem Vater, der sie und ihre Mutter verlassen hat. Dieser lebt mittlerweile mit einer neuen Familie zusammen: einer Familie, die Blaire nicht wohlgesonnen ist und die wieder ein Leben ohne sie haben möchte.
Doch obwohl es sich Rush selber geschworen hat Blaire abzulehnen verliebt er sich in sie und erkennt, dass er sie braucht.
Aber auch für Blaire gibt es das eine oder andere Geheimnis, das ihre Welt aus den Angeln hebt.

Blaire und Rush sind eine explosive Mischung, sie mögen sich nicht - eigentlich ... trotzdem ist da eine gewisse Anziehungskraft und ein Knistern, das förmlich auf den Leser überspringt.

Abbi Glines schreibt flüssig zu lesen und absolut verführerisch, denn sie versteht es gekonnt den Leser mit ihren Figuren Blaire und Rush zu fesseln. Ihre Charaktere haben Ecken und Kanten, aber auch eine Seite, die sehr verletzlich ist. So ist es kein Wunder, dass wenn man liest, wie übel Blaire das Leben bislang mitgespielt hat, man diese einfach nur in den Arm nehmen und trösten möchte.

Die Geschichte endet mit einem fiesen Cliffhanger und vielen offenen Fragen, so dass ich mich schon sehr auf die Fortsetzung in "Rush of Love - Erlöst" freue, in der es dann hoffentlich die Antworten darauf gibt.

Abbi Glines ist für mich persönlich eine weitere tolle Autorenentdeckung und ich freue mich schon sehr darauf, weitere Werke aus ihrer Feder zu entdecken. Ich finde, dass sie es einfach gekonnt versteht, die Partitur der Gefühle zu spielen und aus einem vermeintlichen "Bad Boy" einen zahmen Mann zu zaubern.

Kurz gefasst: Eine Liebe, die nicht sein soll, ein Familiengeheimnis, das es in sich hat und eine knisternde Liebesgeschichte.


Ankes Bewertung

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Beeindruckt durch die vielen positive Stimmen zu Abbi Glines "Rush of Love", bin auch ich mit einer gewissen Vorfreude und gespannter Erwartung an das Buch herangegangen.
Doch schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass ich mit dieser Geschichte überhaupt nicht zurechtkommen würde.

Ich hätte vielleicht noch über die Sprache hinweg sehen können, die einen plumpen Eindruck macht und sich meiner Meinung nach wie eine unharmonische Mischung zwischen englischen Ausdrücken wie etwa "Bitch" und "Fuck" und deutschen Begriffen wie "mampfen" oder "Budenkoller" anfühlte. Ich hätte sogar bei der naiven und höchst dämlichen Ich-Erzählerin ein Auge zudrücken können, hätte die Geschichte nur mehr Substanz gehabt.

So fehlt es der Geschichte an Inhalt, Tiefe und für mich nachvollziehbare Handlungen. Der als Bad Boy gepriesene Held und die gutherzige und süße Heldin verkommen zu Karikaturen ihres Standes. Zudem fehlt es der Geschichte an Charme, Esprit, Witz und Überraschungen. Am Ende bleibt nur eine ziemlich krude Familien-Hintergrundgeschichte, in dessen Mittelpunkt der betrügerische Vater steht; aber dass er das ist, wurde bereits auf den ersten Seiten klar.

Das größte Problem waren für mich die Figuren, insbesondere die Ich-Erzählerin Blaire. Sie vereinigt so ziemlich alle, für mich, bei Romanfiguren, ausschließlich negativ besetzten Eigenschaften wie: Naivität, Weinerlichkeit, Dummheit, eine nicht nachvollziehbare Weltfremdheit, der Hang mich mit Schwärmerei und Neugierde zu nerven und Naivität (ja, ich weiß, es steht bereits in dieser Aufzählung, doch in diesem Fall muss es doppelt aufgeführt werden, um die Intensität zu verdeutlichen).

Blaire ist eine arme reine Seele, deren Heiligenschein (auf Hochglanz poliert) die Augen zum Tränen bringt, zwischen reichen, arroganten Haien. Sie allein hält die Fahnen hoch, wacht über alle anderen und geht dabei doch mit selbigen mit viel Freude unter; in dem sie um die verbotene Verführung bettelt. Selten hatte ich es mit einer so albernen und dämlichen fiktiven Figur zu tun.

Und da Blaire, die Ich-Erzählerin des Buches ist, hat sie es außerdem geschafft, mir jede einzelne weitere Figur des Buches gründlich madig zu machen. So tragen lächerlich übertrieben wirkende Schwärmereien und das komplette Fehlen von nachvollziehbaren Hintergründen, Gefühlen, Tiefen und Charakteren nicht gerade dazu bei Pluspunkte einzufangen.

Zu Anfang des Buches hatte ich noch ein bisschen die Hoffnung, dass es besser werden würde - doch bekanntermaßen ist Hoffnung oft nur verführte Enttäuschung.
Das Blaire am Ende dann irgendwann tatsächlich Rückgrat zeigt, hat mich dann doch überrascht. Allerdings macht sie das alles schnell wieder wett, weil ihre Gründe für mich absolut nicht nachvollziehbar waren.

Woher jedoch der mit meinem Mal derartig weichgespülte Hauptcharakter hergekommen ist, ist mit allerdings ein Rätsel geblieben. Vom "Bad Boy" zur "Heulsuse" in gerade mal 230 Seiten und dass wegen einem einfältigen Naivchen? Tut mir leid, aber dafür brauche ich schon eine aufschlussreiche Erklärung.

Ach, bevor ich es vergesse, der seichte erotische Sexanteil ist relativ hoch und wirkt genauso aufgesetzt und fehl am Platze, wie vieles andere auch.

Kurz gefasst: Eine flache und oberflächliche Geschichte, dazu Charaktere, die so stereotyp sind, dass sie wie Karikaturen wirken, sind für mich kein Argument das Buch weiterempfehlen zu können. Wer jedoch mit Blaire zurechtkommt, beim Lesen abschalten will und sich in sinnfreien jugendlichen Schwärmereien über perfekte junge reiche Menschen hingeben will - der ist mit dem Buch gut beraten.


Chris' Bewertung

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Nach dem Tod ihrer Mutter ist die junge Blaire gezwungen das Haus und alle Wertgegenstände zu verkaufen um die Arztrechnungen ihrer Mutter zu begleichen. Heimatlos geworden, nimmt sie Kontakt zu ihrem Vater auf, der sie und die Mutter vor fünf Jahren hat sitzen lassen. Eigentlich will sie das gar nicht, allerdings hat sie sonst niemanden mehr und so macht sich Blaire auf dem Weg.

Allerdings erfährt Blaire am Zielort angekommen, dass ihr Vater gar nicht zugegen ist. Und das Haus, in dem er mit seiner neuen Familie wohnt, würde auch nicht ihm sondern seinem Stiefsohn Rush gehören. Rush ist überhaupt nicht begeistert von Blaires Auftauchen und will sie gleich wieder loswerden. Doch nach einer Intervention durch Grant – Rushs Stiefbruder – darf Blaire dann doch bleiben. Allerdings wird sie unter die Treppe, in eine fensterlose Kammer verbannt.

Dabei braucht Blaire nur eine Unterkunft, bis sie einen Job gefunden und sich ein wenig Geld für eine Wohnung zusammen gespart hat. Und dieses Vorhaben setzt Blaire auch gleich um. Sie beginnt als Bedienung in einem Country Club, wo sie am Golfplatz Getränke verkauft. Rush begegnet sie natürlich immer wieder im Haus und später auch andernorts. Zwischen Blaire und Rush knisterte es gewaltig, andererseits stößt Rush sie immer wieder zurück. Und Rush scheint auch ein großes Geheimnis vor Blaire zu hüten.

Die Protagonisten bleiben leider sehr oberflächlich und nichtssagend. Ja doch, man nimmt Blaire ihren Schmerz und ihren Verlust schon ab. Und es war auch tragisch, dass sie ihre Zwillingsschwester verloren hat. Aber mir hat es überhaupt nicht gefallen, dass man sie als Lustobjekt hingestellt hat. Jeder Kerl, der sie gesehen hat, bekam gleich ein enges Höschen. Und alle Frauen waren natürlich gleich fürchterlich eifersüchtig.

Außerdem fand ich es völlig unnötig, dass sie sofort von Rush so verzaubert und bezaubert war. Ja wieso eigentlich? So eine unfreundliche und abweisende Socke kann mir doch den Buckel hinunter rutschen. Egal wie reich er ist und egal wie gut er aussieht. Ich finde diesen Trend, dass die männlichen Protagonisten so reich, erfolgreich, geheimnisvoll, düster, charmant und gequält sein müssen, schon langsam langweilig.

Das Buch ist auch voll von Nebenakteuren. Positiv, wie auch negativ. Doch leider bleiben auch diese Nebenprotagonisten völlig blass und man kann dann bei Rush’ Familienverhältnissen schon mal ein wenig ins Schleudern kommen.

Das Buch hatte jedoch zwei positive Aspekte. Es war sehr, wirklich sehr kurz. Und die Schlussszene von Blaire und Rush war wirklich toll. Leider hielt das Hochgefühl nur so lange an, bis ich kapiert habe, dass da noch was nachkommt.

Kurz gefasst: Das Beste war der Schluss und die Länge des Buches.


Rush of Love - Verführt

Abbi Glines

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Originaltitel: Fallen too far
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492304382
Erscheinungsdatum: April 2013
Genre: New Adult

Teil einer Serie: Too far

Klappentext

Sie ist seine Stiefschwester. Sie ist jung und unschuldig. Für Rush Finlay ist sie aber vor allem eines: verboten verführerisch. Nach dem Tod der Mutter verlässt Blaire ihr Zuhause, um bei ihrem Vater und dessen neuer Familie in einem luxuriösen Strandhaus zu leben. Vor allem ihr attraktiver Stiefbruder Rush lässt sie jedoch immer wieder spüren, dass sie nicht willkommen ist. Er ist so abweisend wie anziehend, so verletzend wie faszinierend, er ist verwirrend und unwiderstehlich – und er kennt ein Geheimnis, das Blaires Herz mit einem Schlag für immer brechen könnte.

Quelle: Piper

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