Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Wegen eines Skandals, an dem Lord Leonard Moncrieff trotz seines Rufes keinen Anteil hat, finde sich Leonard auf dem Sitz seiner Familie, Eastwick Hall, wieder – denn, Land und Leute versprechen ein un-aufgeregtes Leben. Doch die Gegend hat überraschendes Interesse geweckt und scheint überschwemmt von den Wesen, von denen er versprochen hat, sich in der nächsten Zeit fernzuhalten: Frauen. Doch damit käme er zurecht, wäre darunter nicht auch Miss Rebecca Fortescue! Die Frau, die Leonard einst als junger Mann das Herz gebrochen hat und die einzige von der er sich immer noch nicht fernhalten kann.

Rebecca ist aus einem einzigen Grund zurück nach Langmere gekommen, um einen Teil des Schadens wieder gutzumachen, den ihr betrügerischer Vater bei den Menschen hinterlassen hat. Wieder auf Leo zu treffen hatte sie jedoch nicht geplant, denn seine Anziehungskraft ist nach wie vor ungebrochen. Doch scheint ihr Vater alles dafür getan zu haben, dass sie weder offiziell nach Langmere zurückkehren kann, noch sich ihre Liebe zu Leo einzugestehen.

Samantha Holts Kurzgeschichten Serie „The Lords of Scandal Row“ hat ihren Namen von drei Brüder, Leonard, Adam und Alexander dem ältesten der Geschwister und Erben des Titels, die in London in derselben Straße wohnen und durch ihr Verhalten stets in Skandale verwickelt sind. Solche mit ihrem Zutun und solche ohne. Der jüngste Skandal schickt sie, diesmal ganz Schuldlos auf den ländlichen Familiensitz, mit dem Versprechen gegenüber ihrer Mutter, sich für eine Weile von den Damen fernzuhalten. Im ersten Teil der Serie scheitert Leo ganz famos an diesem Vorhaben, weil er ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt seiner Jugendliebe wieder über den Weg läuft.

Nachdem ich zufällig auf die ein oder andere „kurze“ unterhaltsame Geschichte gestoßen bin, die ich als „Short Story“ bezeichne und die um die 200 Seiten füllen, bin ich auch Kurzgeschichten, also Novellen gegenüber offener geworden. Zwar bin ich bei Kurzgeschichten-Sammlungen verschiedener Autoren immer noch sehr zurückhaltend, mag jedoch Novellen-Serien mittlerweile recht gerne. Und wenn es sich dann auch noch um eine Serie der Autorin Samantha Holt handelt, finde ich kurzweilige Unterhaltung garantiert.

Tatsächlich ist es gar nicht so einfach mich mit Geschichten zu überzeugen, die weniger als 100 Seiten haben. Samantha Holt trifft dabei jedoch genau meinen Nerv und schafft es immer wieder mir das Gegenteil zu beweisen. Zwar ist es durchaus so, dass ich die Kürze der Geschichte bedauere, wenn mir Plot und Charaktere sympathisch sind und mich die romantischen Szenen ansprechen, wie es in „The Taming of a wicked Rogue“ der Fall ist, doch beuge ich mich heute gerne deren Reiz.

Kurzgefasst: als Einzelgeschichte wäre es mir vermutlich zu kurz und damit zu un-interessant, doch als Teil einer Serie von drei Brüder, fand ich es sehr kurzweilig Leo und Rebecca kennenzulernen.