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Wildfees Bewertung

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In Blutschwur muss sich Rachel erneut mit den Dämonen herumschlagen. Während Ivy außerhalb Seattles weilt und Jenks sich um die flügellose Belle kümmert, tritt der Elf Quen an Rachel heran. Sie soll die Leibwächterin für Trent sein, wenn Quen seine Zeit mit den kleinen Töchtern von ihm und Trent verbringt. Zunächst lehnt Rachel ab, doch dann wird die Tochter Quens entführt und mit ihm Ceri, die ehemalige Vertraute des Dämons Al. Es stellt sich heraus, das sie von Ku`Sox entführt wurde, dem Dämon, der dauerhaft ins Jenseits verbannt wurde und der doch mit Hilfe von Nicks, Rachels Ex-Freund auch im Hier und Jetzt auftauchen kann. Zudem stellt sich heraus, das das Jenseits schrumpft, vermeintlich durch die Schuld Rachels und nun liegt es wieder an ihr, die Dinge wieder ins Lot zu bringen und nicht nur ihre Haut zu retten, sondern auch die von Ceri und ihrem Patenkind.

Es gibt derzeit auf dem deutschen Buchmarkt nur einige wenige Urban Fantasy Reihen, die mein Herz so richtig höher schlagen lassen. Die Rachel Morgan Reihe von Kim Harrison gehört definitiv zu dieser kleinen aber feinen Auswahl. Pluspunkt und gleichzeitig die Schwäche der Reihe ist der grundsätzliche Aufbau der Romane: Geschildert werden die Erlebnisse im Leben der Hexe Rachel Morgan und das zeitlich recht komprimiert.

Die bisher erschienenen Bände spielen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Wo andere Romane und Reihen teilweise Tage oder Wochen mühelos überspringen, geht Kim Harrison ins Detail und es ist zum Verständnis der Story unumgänglich alle Bände chronologisch zu lesen. Unter diesem Gesichtspunkt gesehen ist die Rachel Morgan Reihe also nur etwas für absolute Serienliebhaber. Ich gehöre dazu und seit nunmehr 11 Bänden lebe, liebe und leide ich mit Rachel mit.

In diesem Band laufen sowohl Kim Harrison als auch Rachel zu meiner großen Freude wieder zu Höchstform auf, nachdem ich vom letzten Teil doch ein wenig enttäuscht war. Meiner Ansicht nach liegt das zu einem großen Teil daran, dass Ivy diesmal nur eine verschwindend geringe Rolle spielt und auch Jenks nur verhältnismäßig wenig in Erscheinung tritt.

Stattdessen liegt der Fokus mehr auf dem Zusammenspiel von Rachel und Trent und das ist meiner Ansicht nach auch goldrichtig. Die widerstreitenden Gefühle Rachels gegenüber Trent sind sehr schön herausgearbeitet und nicht minder interessant sind ihre Emotionen den Dämonen gegenüber. Diese Ambivalenz bei Rachel und auch Trent macht den Band einfach lesenswert.

Rachel scheint endlich erwachsen geworden zu sein, zickt weniger herum (und nervt den Leser dadurch auch weniger) und scheint mit sich allmählich ins Reine zu kommen. Diese Reife und relative Ruhe tut der Figur einfach gut.

Trotzdem gibt es für mich einen kleinen Wehmutstropfen: Es stirbt ein lieb gewonnener Nebencharakter und das wäre nach meinem Geschmack dramaturgisch nicht nötig gewesen. Versöhnlich stimmt mich da nur die Aussicht auf eine (längst überfällige) Romanze und auf einen neuen Handlungsfaden, der sich wieder näher mit Ivy beschäftigen wird.

Kurz gefasst: Kaufen! Lesen!


Blutschwur

Kim Harrison

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Originaltitel: Ever After
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453314740
Erscheinungsdatum: September 2013
Genre: Paranormal

Teil einer Serie: Rachel Morgan

Klappentext

Rachel Morgan hat es vermasselt: Durch einen Fehler ihrerseits beginnt das Jenseits zu schrumpfen. Sollte es ganz verschwinden, bedeutet das das Ende für Vampire, Feen und Hexen. Als dann auch noch ihr Patenkind von wütenden Dämonen entführt wird, bleibt Rachel nichts anderes übrig, als ins Jenseits zurückzukehren, sich ihren Feinden zu stellen und die Apokalypse aufzuhalten. Unmöglich? Nicht, wenn man Rachel Morgan heißt!

Quelle: Heyne

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