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Simones Bewertung

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Die Hauptfigur Wanda hat gerade ihr Arbeitsleben beendet und möchte nun ihre Rente genießen. Was ist da besser geeignet als eine Fernreise? Aber im Leben kommt es ja oft anders als man denkt und so bittet ihr Sohn sie wegen eines Notfalls, seine „Muckibude“, die schon wahrlich bessere Zeiten gesehen hat, zu managen. Gehört Wanda „zum alten Eisen“ oder hat sie die rettende Idee?

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, besonders der trockene Humor lässt einen immer wieder beim Lesen schmunzeln.

Wanda und auch ihre Freundinnen sind sehr sympathisch und lebenserfahren – mit ihrer Erfahrung können sie auch ungewöhnliche Situationen lösen und haben gute Ideen, wie man das Studio wieder zum Laufen bringen kann und auch verschiedene Zielgruppen miteinander vereint.

Die Geschichte ist nicht nur unterhaltsam, sondern zeigt auch ein wenig auf, wie wichtig es ist, dass sich alte und junge Menschen austauschen und wie sie voneinander profitieren können – vorausgesetzt, sie lassen sich aufeinander ein und tauschen sich aus.

Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass mir manchmal ein wenig Handlung und Spannung gefehlt hat. Natürlich liegt der Fokus der Geschichte in erster Linie auf den Personen und auch auf dem Fitnessstudio mit seiner Entwicklung, aber trotzdem hätte ich mir ab und an ein mehr bisschen Aktion gewünscht.

Das Buch bietet unterhaltsames Lesevergnügen mit einem Schuss Nachdenklichkeit zum Thema „Miteinander von Jung und Alt“.

Kurz gefasst: Unterhaltsamer Chick lit, besonders – aber nicht nur! -  geeignet für Damen im besten Alter.


Ankes Bewertung

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Eine Mutter ist nun mal eine Mutter, deswegen sagt Wanda kurzerhand ihren Traumurlaub in Australien ab und springt für ihren ans Krankenbett gefesselten Sohn ein.

Dass sie jedoch aus der tristen und verschuldeten Muckibude ihres Sohnes eine generationsübergreifende Anlaufstelle macht, die sowohl Gelegenheitssportlern, als auch Bodybuildern, zwischen Streuselkuchen und Sandsack einen Platz zum Wohlfühlen bietet, damit hätte selbst sie nicht gerechnet.

"Mein Gott, Wanda" lebt von seinen amüsanten und skurril-liebenswerten Figuren, wobei vom Rocker bis Renter und Putzfee bis Pilates-Elfe so ziemlich alles an gegensätzlichen Charakteren vertreten sind die man sich so vorstellen kann.
Und obwohl Wanda und ihre Freundinnen Biggi und Marianne dabei immer im Mittelpunkt des Geschehens bleiben, so versuchen doch alle anderen Figuren ihnen regelmäßig die Schau zu stehlen. Wie etwa der schwerhörige Rentner, der vom Workout eines hünenhaften Harleyfahrers begeistert ist, weil er dank des wummernden Basses der rockigen Musik, endlich mal was gehört hat!

Die Geschichte ist amüsant und kurzweilig zu hören und lädt hier und da zum Schmunzeln ein, doch vor allem fordert es einen dazu auf, sich Gedanken um das Miteinander von Jung und Alt zu machen; dabei gilt die Aufforderung jedoch genauso den "Alten", wie den "Jungen".

Nadine Nollau, deren Talent ich bereits in anderen Hörbuchproduktionen genießen durfte, trägt auch "Mein Gott, Wanda" absolut gekonnt vor. Ich finde, dass ihre sanfte, warme und wohl akzentuierte Stimme in jeder Hinsicht wirklich perfekt zu "Mein Gott, Wanda" passt; sowohl zu seiner agilen Hauptfigur Wanda, als zur Geschichte an sich.

Kurz gefasst: Ein kurzweiliges Hörvergnügen zum dem amüsanten Thema "Wie saniere ich eine Muckibude oder Parole: Streuselkuchen statt Eiweiß-Snack". Nicht nur für die Generation Ü60.


Mein Gott, Wanda!

Ulrike Herwig



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Originaltitel: ----

Verlag: Marion von Schröder
ISBN: 978-3547711844
Erscheinungsdatum: Juli 2012

Verlag: Radioropa
ISBN: 978-3836806732
Erscheinungsdatum: August 2012

Sprecher Hörbuch: Nadine Nollau

Genre: Contemporary

Klappentext

Wanda, 63, hat gerade ihren Teeladen verkauft und freut sich auf eine Australien-Reise in attraktiver Herrenbegleitung. Da hat ihr Sohn einen Skiunfall und bittet sie, nach seinem Fitnessclub zu sehen. Wanda muss wählen: Kängurus oder Schweißgeruch? Abenteuer oder Familie? Mit ihren Freundinnen Biggi und Marianne inspiziert sie den Club. Biggi wischt gleich mal feucht durch, und Marianne streicht die Eiweißdrinks von der Karte, zu ungesund! Eins steht fest: Hier muss etwas passieren. Schweren Herzens packt Wanda die Koffer wieder aus. Wie soll sie mit den muskulösen Stammgästen zurechtkommen und wie den Club wieder in Schwung bringen?

Quelle: Marion von Schröder

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