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Nicoles Bewertung

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Jay Granger hat einen harten Tag hinter sich- zuerst verliert sie ihren Job und dann stehen abends plötzlich zwei FBI Agenten vor der Tür, die sie sprechen wollen. Auch sie haben keine guten Nachrichten. Jay erfährt von ihnen, dass ihr Ex-Mann Steve in einer wichtigen, geheimen Sache verwickelt war und nun schwer verletzt; mehr tot als lebendig im Krankenhaus liegt. Da er zudem starke Verbrennungen, durch eine Explosion ausgelöst, erlitten hat soll sie ihn, die einzige ihm nahestehende Person, denn er hat keinerlei Familie, identifizieren.

Jay ist fassungslos, begleitet die beiden Männer jedoch und stellt am Krankenbett fest, dass sie Steve unter all den schweren Verletzungen nicht erkennen kann. Auch seine Augen sind verbunden und er liegt im künstlichen Koma. Als einer der FBI Agenten sie eindringlich darum bittet, so lange bei Steve zu bleiben, bis sie ihn eindeutig identifizieren kann und es ihm wieder besser geht, willigt sie ein, nichtsahnend, dass sich sein Genesungsprozess zwar schneller als erhofft, jedoch über Monate hinzieht. In dieser Zeit kommen sich beide näher auch wenn Jay Angst davor hat, sich nochmals auf Steve einzulassen, denn sie hatte eigentlich längst mit ihrem Ex-Mann abgeschlossen.

Als Steve dann eines Tages die Augenbinde abgenommen wird, ist Jay wie betäubt, als sie in die Augen eines ihr fremden Mannes blickt. Wer ist er? Steve auf keinen Fall, doch sie scheut sich den FBI Agenten die Wahrheit zu sagen, weil sie sich in den fremden, verletzten Mann längst verliebt hat und auch er Gefühle für sie entwickelt hat. Als Jay feststellen muss dass der falsche Steve sein Gedächtnis verloren hat, atmet sie zunächst erleichtert auf. Doch irgendwann wird seine Erinnerung bestimmt zurückkehren und was wird dann?

Eigentlich ist Linda Howard immer ein Garant für leidenschaftliche und spannende Liebesromane, auch dieser Roman ist hier keine Ausnahme, allerdings mit kleinen Einschränkungen. Wer einen mörderisch spannenden Romantic Suspense mit einer großen Portion Nervenkitzel erwartet, wird hier sicherlich enttäuscht werden, denn der Hauptfokus liegt bei diesem Buch ganz woanders; im Vordergrund steht die Liebesgeschichte zwischen der sensiblen Jay und ihrem vermeintlichen Ex-Mann Steve.

Für die erste Hälfte des Romans möchte ich gerne 5 Sterne, also die volle Punktzahl vergeben, denn Linda Howard ist es ganz meisterhaft gelungen, diese Liebesgeschichte zwischen dem Heldenpaar glaubwürdig und feinfühlig zu gestalten. Ich fand es wunderschön und sehr romantisch inszeniert, wie Jay sich langsam in „Steve“ verliebt und sich auch später aus Liebe zu ihm entscheidet ihn nicht zu verlassen, als ihr klar wird, dass er nicht ihr Ex-Mann ist. Natürlich fehlen auch die prickelnden Liebeszenen a la Linda Howard nicht und runden die Love Story so gekonnt ab.

Ab der zweiten Hälfte schwächelt der Roman dann etwas. Das liegt einfach daran, dass zu wenig geschieht. Während in anderen Suspense Romanen die Protagonisten in Gefahr geraten, ist es hier ein wenig anders. Zwar schwebt die Bedrohung die ganze Zeit wie ein Damoklesschwert über den beiden, jedoch geraten sie nicht in gefährliche Situationen die für Nervenkitzel sorgen. Stattdessen hält sich die Autorin eine Spur zu lange damit auf, dem Helden Stück für Stück sein Gedächtnis wiederzugeben und es kommt nur zu einer weiteren Anhäufung von durchaus heissen Liebeszenen. ;-)

Wer also auf der Suche nach einer sexy Romance mit einem charismatischen Alpha-Helden und einer toughen Heldin ist, der sollte hier unbedingt zugreifen! Fans mörderischer Spannungsromane in denen die Liebe lieber eine untergeordnete Rolle spielen soll, sollten sich einen Kauf dagegen lieber zweimal überlegen.


Die Farbe der Lüge

Linda Howard

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Originaltitel: White Lies
Verlag: Mira
ISBN: 978-3899416077
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Genre: Romantic Suspense

Teil einer Serie: Kell Sabin Serie

Klappentext

Ein Mann ohne Erinnerung. Eine Frau, die ihn liebt. Ein vergessenes Geheimnis, das tödlich ist Tag für Tag sitzt Jay am Krankenbett ihres Exmannes. Nur auf sie reagiert der Schwerverletzte. Doch als er endlich aus dem Koma erwacht und sie zum ersten Mal anblickt, gerät Jays Welt ins Wanken. Denn diese goldenen Augen gehören nicht Steve, sondern einem völlig Fremden! Aber woher kam die Verbundenheit zwischen ihnen, wenn sie wieder und wieder seine Hand gehalten hat? Und wer trachtet ihm nach dem Leben? Der Fremde ist völlig ahnungslos, denn er hat bei dem Anschlag sein Gedächtnis verloren weshalb Jay einen fatalen Fehler begehen kann: Statt dem Mann zu gestehen, dass sie nicht weiß, wer er ist, schweigt sie. Und die tödliche Gefahr nimmt ungehindert ihren Lauf.

Quelle: Mira

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