Rezensionen.jpg

Nicoles Bewertung

Bewertung_04_5.jpg

Nachdem Fiona bereits mehrmals in die Hände eines Mannes fiel, der sie besitzen und ihr seinen Stempel aufdrücken wollte indem er sie misshandelte, wird sie von ihrer Familie beschützt. So sehr es Fiona zunächst gefällt umhegt zu werden, irgendwann fühlt sie sich erdrückt vor Familienliebe und flieht aus der Nähe ihrer Angehörigen mit einem störrischen, heimtückischen Pferd, das sie jedoch bald abwirft. Ehe sie sich versieht, steht Fiona plötzlich vor einer Gruppe Schotten. Ihr Anführer, Ewan MacFingal, glaubt seinen Augen nicht zu trauen, als er feststellt, dass die eher schmächtige junge Frau vor ihm bis an die Zähne bewaffnet ist. Zudem hat sie auch noch ein äußerst scharfes Mundwerk- doch trotzdem ist Ewan fasziniert von dieser Frau, die sich beharrlich weigert, ihm ihren Clansnamen zu nennen, da sie keinesfalls möchte, dass Ewan bei ihrer Familie eine Lösegeldforderung stellt.

Ewan nimmt Fiona mit auf seine Burg Scarglas und innerhalb kürzester Zeit gewinnt sie immer mehr an Beliebtheit bei den Burgbewohnern. Auch Ewan kann sich der Faszination, die Fiona auf ihn ausübt nicht entziehen, obwohl er wirklich alles versucht, um ihr aus dem Weg zu gehen. Doch dann wird er verletzt und Fiona, die Heilkünste besitzt, pflegt ihn gesund. Immer wieder gehen beide auf Tuchfühlung miteinander, doch was Fiona verwirrt ist, dass Ewan sich am Ende immer wieder zurückzieht. Ratlos und verletzt fragt sie eine Burgbewohnerin um Rat, denn sie weiß ganz genau, dass Ewan der Mann ihres Lebens ist. Was sie jedoch erfährt, macht ihr nicht gerade Mut- denn Ewan fiel einst auf eine junge, schöne Frau herein, die ihn und seine Liebe zu ihr verriet. Kann es Fiona gelingen, Ewan davon zu überzeugen, dass sie ihn wirklich liebt und niemals verletzen will?

Nach " Irrtum des Herzens" der Geschichte von Connor MacEnroy und Gillyanne Murray, erfährt man als Leser nun, wie es mit Connors kleiner Schwester Fiona weitergeht. Mittlerweile ist aus Fiona eine junge Frau geworden, die jedoch durch die Tat eines verrückten Verehrers Narben im Gesicht trägt.Trotz der schlimmen Dinge, die sie aushalten musste, hat sie sich nicht aufgegeben und ist wie auch ihr Bruder mutig und selbstbewusst. Zudem kann sie sehr gut mit Messern umgehen, was auch Ewan neidlos anerkennen muss. Ewan ist mit unzähligen Brüdern und einem mürrischen, sehr potenten Vater gesegnet und hat alle Hände voll zu tun, um seine Familie vor Clanfehden zu beschützen, da sein Vater zudem nicht gerade für seine Freundlichkeit gerühmt wird.

Außerdem trägt er persönliche Probleme mit sich herum und möchte eigentlich niemals mehr eine Frau näher an sich herankommen lassen. Doch Fiona geht ihm von Anfang an unter die Haut- ein Gefühl das auf Gegenseitigkeit beruht.

Die Liebesgeschichte zwischen Ewan und Fiona ist zwar nicht unbedingt ein Meilenstein der Liebesromanunterhaltung; jedoch hat Hannah Howell einige sehr nette Akzente setzen können, die das Buch zu einem abwechslungsvollen, lebendigen Liebesroman machen, in dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.

Allerdings habe ich doch ein paar kritische Dinge anzumerken.
Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass die Autorin es leider nicht verstanden hat, plausibel verständlich zu machen, wieso Fiona und Ewan sich ineinander verlieben. Es mangelte ganz einfach an tiefschürfenderen Gesprächen der beiden miteinander. Gesprächsstoff war doch durchaus vorhanden- so trugen doch sowohl Ewan als auch Fiona Narben im Gesicht und wurden von ihren Mitmenschen verletzt.

Stattdessen füllte Hannah Howell die Szenen in denen eigentlich wichtige Dialoge stattfinden mussten mit Liebeszenen aus, zwar durchaus ansprechend und prickelnd, doch leider verleihen diese Szenen dem Roman nicht zugleich mehr Tiefe.

Ein weiterer Kritikpunkt hat weniger mit der Autorin und ihrem Roman in Originalsprache zu tun. Ich war wirklich erstaunt, wie schlecht die lektorische Bearbeitung bei diesem Buch war! Es wimmelte darin nur vor Tempusfehlern, Rechtschreibfehlern und die Benutzung von sehr befremdlich anmutenden Wörtern machten das Fiasko dann perfekt. Stellenweise schien es, als ob englische Passagen oder Sätze ganz einfach in eine Übersetzungshilfswebseite eingegeben wurden. Sehr schade, denn mit besserer Übersetzung hätte das Buch noch mehr punkten können. Diesen Kritikpunkt kann man jedoch nicht der Autorin ankreiden und deswegen habe ich mich entschieden, meine Bewertung trotzdem etwas höher anzusetzen.

Kurz gefasst: Ein sympathisches Liebespärchen, viel Humor und ein Wiedersehen mit Helden und Heldinnen der Serie machen das Buch zu einem "Gute- Laune" Roman.


Die Sehnsucht des Highlanders

Hannah Howell

die_sehnsucht_des_highlanders_howell.jpg

Originaltitel: Highland Warrior
Verlag: Weltbild
ISBN: 978-3868002188
Erscheinungsdatum: Juli 2009
Genre: Historischer Liebesroman

Teil einer Serie: Highland Serie

Klappentext

Fiona MacEnroy wird in der schottischen Wildnis entführt und findet sich auf der düsteren Burg Scarglas wieder- als Gefangene des geheimnisvollen Ewan MacFingal. Der berüchtigte Burgherr will Lösegeld von Fionas Clan erpressen. Doch die Liebe durchkreuzt seine Pläne: Bald werden Ewan und Fiona von den Flammen einer Leidenschaft ergriffen, die alles verzehrt...

Quelle: Weltbild

Diese Seite verwendet Cookies. Diese sind wichtig für die Funktion der Webseite. Wenn die Cookies gelöscht werden, werden einige Funktionen der Seite nicht wie gewünscht funktionieren.
Link zur Datenschutzerklärung