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Kerstins Bewertung

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Diese Rezension bezieht sich auf die Original Ausgabe.

Katie Connor hat zwei Kinder (Timmy: 2 und Ally: 14), einen Mann (Stuart; angehender Politiker), eine beste Freundin und gleichzeitig Nachbarin (Laura), deren Tochter Mindy Allys beste Freundin ist. Timmy kommt mit seinem Töpfchen nicht zurecht, Ally und Mindy haben nur Jungs im Kopf und sind deprimiert, weil sie "Freshmen" auf der High School sind und damit keine Chancen bei den Seniors haben, Lauras Mann hat eine Affäre und Stuart möchte, dass sie für seine einflussreichen Freunde Cocktailparties schmeißt. Und da sich auch der Haushalt und das Einkaufen nicht von alleine erledigen, hat Katie eigentlich mehr als genug zu tun und umso schlimmer trifft es sie, als sie ihre Vergangenheit (die sie vor allen geheim gehalten hat) einholt.

Katie war nämlich Dämonenjägerin im Dienste des Vatikans. Diesen Job hat sie 15 Jahre zuvor aufgegeben und eine ganz normale Familie gegründet. Doch plötzlich brechen Dämonen ins Haus ein, während sie kocht und überfallen sie auf dem Weg zur Mülltonne. Es gibt nur eine Möglichkeit: Katie muss herausfinden, was die Dämonen wollen und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen - und das, ohne dass ihre Familie etwas mitbekommt.

Ich habe gestern dieses Buch ausgelesen, eine Mischung aus Buffy und den Desperate Housewives (jedenfalls was die Dämonen und die Vorstadtsiedlung angeht). Der Untertitel zeigt schon deutlich, dass es ein ziemlich witziges Buch ist: Adventures of a Demon-Hunting Soccer Mom.

Das Buch ist witzig und die Alltagsszenen sind urkomisch. Irgendwie kann sich jede Familie in Julie Kenners Beschreibungen wiederfinden. Die Charaktere sind gut beschrieben und obwohl der Fokus auf Katie ist (Ich-Perspektive) bleiben die anderen Figuren nicht farblos.

Die Auflösung ist überraschend und in sich schlüssig. Ich fand es nur schade, dass die Mythologie so gut wie keine Rolle spielt. Wie werden Dämonen getötet? Wie manifestieren sie sich, wenn sie keine menschliche Gestalt haben? Wie sind die Dämonen organisiert? Was kann sie vernichten und was nicht?

Die Dämonen spielen gar keine so große Rolle, eher interessant ist das Familienleben und die Heimlichtuerei. Katie könnte genauso gut eine Affäre haben und diese versuchen zu vertuschen (wie Laura vermutet). Dennoch gefällt mir das Buch sehr gut.


Ankes Bewertung

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Eigentlich hatte Kate Connor schon vor 15 Jahren ihren Job als Dämonenjägerin an den Nagel gehängt. Nun zwischen Dinnerparty und Kinderbetreuung , sieht sie sich unvermittelt wieder mit ihrem alten Leben konfrontiert, als ein Dämon sie in ihrer Küche zur Strecke bringen will.

Die Bitte um Hilfe, die sie an ihren alten Arbeitgeber absendet, wird wegen Mitarbeitermangel angelehnt, aber einen Mentor könnte man ihr, wie in alten Zeiten, zur Seite stellen.

So hat Kate nun nicht nur die Dämonenjagd am Hals, sondern will auch alles vor ihrer Familie und Freunden geheim halten, da niemand auch nur etwas von ihrer Vergangenheit ahnt. Das dieses Vorhaben nicht ohne Irrungen und Wirrungen zu bewerkstelligen ist, wird Kate auch sehr bald klar.

Kate Conner ist eine Figur nach meinem Geschmack. Sie hat Lust an ihrem Leben, liebt ihre Familie abgöttisch, dennoch ist sie keine Übermutter, sondern hat einen klaren Blick was alltägliche Dinge betrifft. So zeichnet sie ein herrlich köstlicher Sarkasmus aus, der so genau meinen eigenen Humor und meinem Denken entspricht, dass man meinen könnte, die Geschichte erzählt von mir (nehmen wir einmal den kampfsportlichen Teil aus ;-) )

Die übliche Warnung an alle, die keine Bücher in „Ich-Form“ mögen, ist aber zugleich auch eine Empfehlung; es vielleicht doch noch einmal mit diesem Schreibstil zu probieren. Julie Kenner schafft es ganz wunderbar, trotz Kates Ich-Perspektive alle anderen Figuren quicklebendig erscheinen zu lassen. Für meinen Geschmack passt dieser Schreibstil sehr gut zum Buch und zu der Hauptperson Kate und wird von der Autorin meisterhaft beherrscht.

Obwohl der Humor einfach köstlich ist und ich mich beim Lesen großartig amüsiert habe, gab es doch ein paar Dinge die mir nicht so recht gefallen wollten.

Dieser ganze kirchliche Aspekt, Geheimorganisation des Vaktians, Exorzismus, Teufelsaustreibungen und Dämonenjagd im Schutz der katholischen Kirche usw., hinterließ beim Lesen einen bitteren Geschmack, bei mir. Schlimm genug, dass Exorzismus ein Stück reale Wahrheit ist, so möchte ich eigentlich nicht, dass ‚meine‘ Heldin sich ebenfalls daran beteiligt, bzw. daran glaubt, da ich in dieser Hinsicht die Handlungsweise der Kirche als Rückfall ins dunkelste Mittelalter verurteile.

Es ist halt nun einmal so, dass ich gerne Geschichten lesen in denen die ‚bösen‘ Kreaturen, wie Werwölfe, Vampir & Co die Helden sind. In Julie Kenners Buch sind sie allerschlimmste Kreaturen, die die Menschheit bedrohen und gnadenlos ausgemerzt werden müssen. Schade, den gerade diese gegensätzliche Zusammenfinden von ‚bösen‘ Kreaturen und Menschen interessiert mich besonders.

Und dann wäre da noch die Tatsache, dass mir schmerzlich Hintergrundwissen über Dämon und Dämonenjagd in Kate Conners Welt gefehlt hat. Es gibt nur wenige Hinweise, die mehr Fragen, als Antworten bei mir hinterlassen haben. Natürlich steigert sich so das Interesse an weiteren Teilen, aber es ist doch für den Moment irgendwie unbefriedigend.

Mit dem Buch wieder ein wenig versöhnt, hat mich dann das Ende, was hervorragend gepasst hat und mir ein sehr guten Abschluss des Abenteuers vermittelt hat.

Kurz gefasst: Trotz negativer Anmerkungen ist ‚Dämonen zum Frühstück‘ vergnüglich spaßige Unterhaltung, mit einer wundervollen Protagonistin.

Schnees Bewertung

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„Dämonen zum Frühstück“ ist ein unterhaltsamer und humorvoller Roman, der nicht nur Müttern mit einer Neigung zur paranormalen Literatur gefallen wird.
Die Autorin vermittelt allen Lesern gekonnt, wie es ist, Mutter, Hausfrau und Dämonenjägerin zu sein- um diese Herausforderung nachzuvollziehen, muss man nicht selbst Mutter sein.

Auf dem Klappentext steht ein Zitat, welches besagt, dass Kate die erwachsen gewordene Buffy ( Fernsehserie um eine Vampirjägerin) sein könnte. Dieser Meinung kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Fans der Serie, werden das ein oder andere Mal denken, dass es Buffy sicher genauso gegangen wäre, wie Kate.

Die Idee zum Roman und die Umsetzung dessen, empfinde ich als einfach rundherum gelungen. Eine schon reifere Dämonenjägerin inclusive Kindern und Ehemann ist in diesem Genre noch nicht allzu häufig zu finden, und bietet daher reichlich Abwechslung zu der bisher bekannten paranormalen Literatur.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und beschwingt. Kate sorgt mit ihrer erfrischenden Art häufig zu Schmunzelattacken beim Leser, und auch die Ereignisse regen die Lachmuskeln an, sich zu bewegen.

Kate ist eine super Protagonistin und bietet viel Identifikationspotenzial. Vom Mutter sein einmal ganz abgesehen, wer von uns hatte denn noch nicht das Gefühl, dass der Tag eigentlich 48 Stunden haben müsste um alle Dinge zu erledigen? Genau! Dieses Gefühl kennt wohl fast jeder, und Kate hat es in dieser Hinsicht eben besonders hart getroffen.

Etwas schade war, dass das Thema „Vatikan und die Organisation der Dämonenjäger „ nur oberflächlich behandelt wurde. Ich hätte zu gern erfahren, wie es dazu kam, dass die Kirche solch ein Unternehmen startet und wie die Arbeit im Hintergrund abläuft- ich denke, gerade in diesem Bereich hätte noch viel interessantes Potenzial gesteckt.

Insgesamt ein kurzweiliger Roman, den ich Leserinnen, die humorvolle Vampirliteratur mögen, sehr empfehlen kann.

Dämonen zum Frühstück

Julie Kenner

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Originaltitel: Carpe Demon
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-53283-0
Erscheinungsdatum: Juni 08
Genre: Paranormal

Teil einer Serie: Adventures of a Demon-Hunting Soccer Mom

Klappentext

Viele Frauen beenden ihre Karriere, wenn Kinder kommen. Kate Connor zum Beispiel hat seit Urzeiten keinen Dämon mehr gejagt… Doch dann taucht urplötzlich eines dieser Wesen in Kates Küche auf. Nun muss sie blitzschnell die Unordnung beseitigen, einen toten Dämonen loswerden und eine Dinnerparty organisieren, die über die politische Karriere ihres Mannes entscheidet – und das alles gleichzeitig. Doch es kommt noch schlimmer: Die Zeichen mehren sich, dass der tote Dämon nicht allein gekommen ist ... Es ist definitiv Zeit für Kate Connor, wieder an die Arbeit zu gehen!

Quelle: Heyne

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