Rezensionen

Kas Bewertung 03 05 Sterne.png

Vor Jahrtausenden, als die Welt noch von mehr als einem Pantheon beherrscht wurde, war Sin, der Held aus "Lockruf der Finsternis", ein summarischer Gott. Doch Sin machte einen großen Fehler, der ihn seinen "Götterstatus" kostete: Er verliebte sich in die schöne und intrigante Artemis. Er wurde seiner Mächte beraubt und im Zuge dessen, wurde sein gesamtes Pantheon zerstört. Nur einer blieb übrig - der jedoch verschollen ist, bis dato - Sins Bruder Zakar.

Seither sinnt Sin auf Rache und er scheint sie zu bekommen, als Artemis Katra - eine Dienerin - los schickt, um Sin davon abzuhalten Artemis zu beseitigen. Doch alles kommt anders als geplant, denn eine abgrundtief böse, dämonische Macht, versucht aus der Verbannung aufzutauchen, um die Menschheit zu unterjochen. Nur einer kann sich ihnen entgegen stellen, der ehemalige summarische Gott Sin.

Ja, "Lockruf der Finsternis" ist eine paranormale Geschichte, nichtsdestotrotz fand ich die Geschwindigkeit, mit der sich Sin und Katra "einig" waren etwas weit hergeholt. Sin ist ein gebranntes Kind. Er traut - seit seinem Ehedebakel und dem Debakel mit Artemis - keiner Frau mehr über den Weg. Meines Erachtens ging es zwischen den beiden etwas zu schnell. Bei Katra ist es im Grunde nicht anders: Sie ist Jahrtausende alt und akzeptiert Sin holterdiepolter von null auf hundert als ihren "Kirschenpflücker" - obwohl sie vorher nie einen hatte? Ein wenig mehr "Beschnuppern" wäre meines Erachtens glaubwürdiger gewesen.

Zudem fand ich es ein wenig viel, dass wir nun ein weiteres Pantheon dazu bekommen haben. Ja, Sin als sumerischer Gott macht Spaß, aber die Vielfalt der "Arten" wird immer größer, mit der uns Sherrilyn Kenyon unterhält. Was jedoch wunderbar war, ist, das wir neugierigen Leser endlich mehr über Acheron erfahren haben. Wobei ich es allmählich als etwas langwierig empfinde, dass Artemis ihm gegenüber immer wieder die "Peitsche" schwingt und ihn gängelt. Abgesehen von den Kritikpunkten eine spannende Geschichte, für die ich 3,5 Punkte vergebe.

Kurz gefasst: "Lockruf der Finsternis" ist ein lesenswerter Teil, vor allem ein Muss für Achron-Fans, jedoch mit kleinen Schwächen behaftet.