Rezensionen

Wildfees Bewertung 04 05 Sterne.png

Himmel nochmal, wer schreibt solche völlig am Inhalt vorbeirauschenden Klappentexte??? Nur gut, das es genügend Dark Hunter Fans gibt, die den Text gar nicht erst lesen....
Es geht in "Wächterin der Dunkelheit" tatsächlich um eine weibliche Dark Hunterin, die ursprünglich aus Frankreich stammt. Dangereuse, genannt Danger ist in Tupelo, Mississippi eingesetzt und hat wie viele andere Dark Hunter nur recht wenig Kontakt mit Archeron. Von daher ist sie auch nicht abgeneigt, den Verleumdungen des Dark Hunters Kyros zu glauben, der behauptet, das Ash in Wirklichkeit ein Dämon ist und sie alle nur als private Rachearmee verwendet.

Hinter dieser Verschwörung steckt Stryker, der Erzfeind Ashs und dieser sendet daraufhin Alexion zu Danger, um zunächst sie und dann die anderen beteiligten Dark Hunter vom Blödsinn dieser Anschuldigungen zu überzeugen. Dumm nur, dass Alexion nicht nur Überzeugungsarbeit leistet, sondern die Abtrünnigen auch töten soll, falls sie auf ihren Vorstellungen beharren...

Mit Danger hat man einen Charakter, der für einen Dark Hunter eigentlich nur mäßig "tortured" ist. Zwar hat sie wie alle Hunters ihre Seele aus Rache an Artemis verpfändet, aber davon abgesehen führt sie ein eher unspektakuläres und ziemlich keusches Leben. Als Alexion bei ihr auftaucht, ändert sich das jedoch schlagartig. Alexion ist einer der ersten geschaffenen Dark Hunter und derjenige, der ihnen, ohne einen eigenen Vorteil davon zu haben, das Schlupfloch verschafft hat, das sie aus den Fängen von Artemis befreit. Sein Preis dafür ist allerdings hoch: Er ist nicht mehr menschlich, er ist ein Shade und kann nur während der Zeit auf der Erde richtig empfinden und Emotionen haben. In der restlichen Zeit lebt er mit Simi bei Ash.

Dieser Band ist endlich einer der Bände, in denen man als Leser Einiges mehr über Archerons Gegenwart und Vergangenheit herausfindet, auch wenn vieles immer noch im Unklaren bleibt. Simi hat ein paar kleine Auftritte und mit ihrer Schwester Xirena wird ein neuer Charakter eingeführt, der wohl auch noch für die eine oder andere lustige Szene sorgen wird.

Dadurch ist dieser Teil auch weniger actionlastig als die Vorgängerbände, der Fokus liegt mehr auf der Lovestory zwischen Danger und Alexion und der Auflösung der Verschwörung. Dadurch, dass der Handlungsrahmen auch von New Orleans weg verlegt wurde, ist der Band ideal, um mitten drin in der Reihe einzusteigen, und weil er einiges an Hintergrundinfos enthält, ist er gleichzeitig einer der wichtigeren Bände der Reihe.

Persönlich stört mich an der Dark Hunter Reihe im Prinzip nur der wilde Mythologie Mix und die eine oder andere Ungereimtheit, die immer mal wieder auftaucht. Es ist schon erstaunlich, das Englisch anscheinend schon vor einigen tausend Jahren in der heutigen Form gesprochen wurde, sonst hätte Artemis die Jungs nicht schon von Anfang an als Dark Hunter bezeichnen können....aber wer weiß, vielleicht ist mir auch nur entgangen, das diese Göttin in die Zukunft schauen kann.

Fazit: Ein Dark Hunter Buch, das relativ unspektakulär daherkommt, dafür aber eine Fülle von Infos bereithält und frischen Wind in die Reihe bringt.