Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

"Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio." Schon Shakespeare wusste, dass es mehr gibt, als man weiß oder glaubt und genau diese Weisheit benutzt Heather Killough-Walden, um die Geschichte von Azrael und seinem Sternenengel zu einem Leseerlebnis zu machen, das es in sich hat.

Hier noch eine Ergänzung zum Klappentext:
Samael ist ja schon ein altbekannter Gegenspieler, der sich immer wieder gerne einmischt und auch seinen Sternenengel sucht, wäre da nicht nun auch noch Gregori.

Gregori ist ein Mitspieler, der noch gefährlicher ist, gerne mal seine Macht demonstriert, eine Rechnung mit dem alten Mann offen hat, sich mit Abraxos umgibt und ihn für seine Spiele nutzt.

Heather Killough-Walden versteht es vor allem, durch ihren sehr flüssigen und zudem bildlichen Erzählstil, mich als Leser für sich zu gewinnen. Sehr gut gefallen hat mir auch das von ihr ausgewählte Setting, das einen nach San Francisco, zur Golden Gate Bridge und auch gen Alcatraz entführt. Keine Frage, dieses Buch bietet ein wahrhaftes Gänsehautfeeling beim Lesen. Und das nicht nur wegen seiner wohlig gruseiligen Örtlichkeiten, sondern vor allem, weil die Figuren einem einfach unter die Haut gehen.

Azrael und seine Gefühlswelt, aber auch seine Ängste haben mich besonders gepackt, da er mit Samael einen Vertrag unterzeichnet, der seine Ehre, aber auch der Familie schaden könnte.
Auch Sophie ist nicht gerade eine Person, die es leicht in ihrem Leben hatte und an ihr nagen Selbstzweifel und Neid. Aber auch die Angst, dass sie es nicht wert ist, geliebt zu werden oder dass sie Glück und Liebe verdient.

Erst durch einen Sanddollar-Fund wird Sophie klar, was Azrael ihr sagen möchte und diese Liebeserklärung ist wahrhaft süß. "Zwei Engel in einem Sanddollar, zwei Jahrtausende lang getrennt, im Meer umhergespült" (Zitat aus dem Buch). Hach, ist das nicht wunderschön formuliert?

Ich fand die Geschichte spannend und fesselnd zugleich zu lesen. Einen nicht geringen Anteil, haben daran die vielen neuen Gegenspieler, die einem beim Lesen begegnen und einem zeigen, wie sehr die Autorin ihre Helden, auf der Suche nach ihren Sternenengeln, leiden lässt.

In diesem Teil nun rückt Michael und seine Geschichte immer weiter in den Vordergrund. Vor allem da er seinen Sternenengel scheinbar gefunden hat und zudem auch ein Geheimnis entdeckt, was eine Menge Fragen aufwirft, freue ich mich schon auf weitere Romane der Reihe.

Kurz gefasst: Wahrhaft "Engelhafte" Unterhaltung, romantisch und spannend zugleich.