Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Mia reist, mit dem Entschluss ihre enttäuschte Liebe zu kappen - und das wortwörtlich, indem sie ein einst angebrachtes Liebesschloss an einer Brücke wieder entfernt - nach Paris.

Die Stadt hat ihr bisher kein Glück gebracht und entsprechend ungnädig und ungeduldig verweilt sie hier. Doch ihr Aufenthalt scheint sich noch eine Weile hinzuziehen, denn sie kann das verdammte Schloss einfach nicht wieder finden.

Erst als sie Noah kennenlernt, kommt sie nicht nur mit seiner Hilfe der Stadt näher, sondern verliebt sich in sie und in Noah. Allerdings sind auch die alten Wunden noch frisch in ihr und sie kann sich einfach nicht entschließen neu anzufangen.

Ich mag den Erzählstil der Autorin. Sie hat eine ganz besondere Art ihren Geschichten die richtige Dosis an Humor und Tiefgang zu geben und alles mit jeweils ein wenig Drama und etwas Chaos zu spicken, sodass die Geschichten nicht nur in jeder Hinsicht rund, harmonisch und sympathisch wirken.
So wirkt auch "Hoffnung auf Kirschblüten" sowohl amüsant, locker und turbulent, als auch nachdenklich und mitunter ernst.

Allerdings hatte ich so meine Probleme mit der Hauptfigur Mia, der jüngsten Schwester, dieser Buchreihe. Was meinen Lesegeschmack betrifft, so muss ich zugeben, dass Katrin Koppold in dieser Schwestern-Serie nicht die allergefälligsten Figuren ersonnen hat und ich mit allen ihren Hauptcharakteren so meine Probleme hatte. Doch Mia fand ich sperriger als ihre Schwestern und für mich schwerer zu verstehen. Eine Tatsache, die mich natürlich nicht davon abgehalten hat, mich beim Lesen durchweg gut zu unterhalten und die Geschichte wirklich zu genießen.

Und trotzdem, auf Grund meines Abstandes zur Hauptfigur und meinem "nicht näher herankommen können", kann ich keine höhere Punktzahl vergeben.

Kurz gefasst: Ein unterhaltsamer Abschluss einer sehr schönen Serie, bei dem es mir die Hauptfigur jedoch schwer gemacht hat, sie zu mögen.