Rezensionen

Tinas Bewertung 04 05 Sterne.png

Dieser 3. Teil der Familiensaga ist ein wenig anders aufgebaut, zudem habe hier die Frauen das Sagen. ;-)

Natürlich gibt es auch hier ein Wiedersehen mit der Kaufmannsfamilie, die man aus „Der Kaufmann von Köln“, sowie aus dem Buch „Der Münzmeister von Köln“ bereits kennt.
In „Die Tuchhändlerin von Köln“ jedoch steht Sophia, die Enkelin von Eckebrecht, im Mittelpunkt. Sie erzählt ihre Tochter Methildis ihr Leben...

So berichtet Sophia über ihre Freundschaft zur Herzogin Mathilde und gewährt dabei tiefe Einblicke in das Leben der damaligen Zeit, aber auch über die Verstrickungen und Verwicklungen der Gesellschaft und der Politik.

Und Sophia kämpft offen für ihre Rechte und Wünsche im Handel, als Frau in einer dominanten Männerwelt. Dabei weiß sie genau was sie will und wie sie es bekommt - denn sie ist hartnäckig. Was auch manchmal ungeahnte Folgen hat…

Karina Kulbach- Fricke hat erneut ein lesenswertes Buch geschrieben, das einem in den Bann zieht.
Problemlos kann man es als Einzeltitel lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen. Die Autorin lässt einiges an Erklärungen zu den Familienmitgliedern erneut miteinfließen, so dass man kein Problem damit haben dürfte, sich zurecht zu finden. Nur bei den Familienzusammengehörigkeiten kann man schon mal ins Straucheln kommen, da es in Köln, wie auch woanders, so üblich war die Namen der Großeltern an die Kinder zu übertragen.
Aber hier schafft, wie auch schon in den anderen Büchern, ein Personenverzeichnis und einige Worterklärungen, hinten im Buch, Abhilfe.

Mir persönlich hat es aber auch großen Spaß gemacht, alle 3 Bände direkt hintereinander zu lesen. Dadurch kommt man in den vollen und umfassenden Genuss alles über die Familie und ihre Entwicklung zu erfahren.

Es ist ein Buch das man immer wieder lesen mag, nicht nur wegen seines gut recherchierten Hintergrundes, sondern auch seiner schönen Liebesgeschichte wegen.