Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Für die 17-jährige Sina geht ein Raubüberfall, auf sie und ihre Freundinnen, glimpflich aus, denn sie wird von einem Jungen ins Gebüsch, außerhalb der Ereignisse gezerrt. Doch Sina hat, bis auf den ersten Schreck, keine Angst, denn der junge Mann ist der, den sie eben bei einem Gespräch an einem Kaugummiautomaten kennengelernt hat - und vom ersten Moment an von ihm fasziniert war.

Doch richtig kompliziert wird es erst als er, Noah, erneut bei Sina auftaucht ... und Sina sich in ihn verliebt. Eine Liebe, die keine Zukunft zu haben scheint.

"Ach wie gut, dass niemand weiß..." ist eine Geschichte genau nach meinem Geschmack, denn ich mag diese Art von "Romeo & Julia"-Geschichten. Auch der Hauch von "… denn sie wissen nicht, was sie tun". Zwar findet am Ende des Buches der Showdown nicht am einem Planetarium statt, doch spielt die Handlung des Films durchaus eine kleine Rolle im Buch, was ich mit einem nostalgischen Schmunzeln und Erinnerungen an den Film, einfach als perfekt empfunden habe.

Der Erzählstil von Alexa Hennig von Lange ist einfach wunderbar - ich wüsste nicht wie ich es anders ausdrücken soll - "entspannt" und fühlte mich von Anfang an wohl in der Geschichte. So konnte ich das Buch, vom notwenigem Schlaf einmal abgesehen, nicht aus der Hand legen, bis ich nicht auch die letzte Seite gelesen hatte.

Für mich stehen und fallen in der Regel YA und NA-Bücher damit, wie nachvollziehbar für mich die Protagonisten sind, ganz besonders bei Büchern, die wie "Ach wie gut, dass niemand weiß...", in der Ich-Perspektive erzählt werden.
Alexa Hennig von Lange gelingt es eine Ich-Erzählerin zu beschrieben, die all das hat.

Ich fand es unheimlich leicht mich in Sina hineinzuversetzen und ihre Liebe und den Konflikt, der damit einhergeht, nachzuvollziehen. Denn Sina ist wundervoll normal; sie handelt, denkt und fühlt meines Erachtens vollkommen altersgerecht, was ihre Schwächen absolut verständlich machte und mich ihren Mut und ihre Courage hat bewundern lassen.

Der Erzählform geschuldet, verbleibt Noah im Hintergrund. Was ich einerseits sehr bedauert habe, weil er eine nicht minder spannende Figur ist, doch passt die Geschichte wie sie erzählt wurde, einfach perfekt und ist vollkommen in sich stimmig, sodass ich nichts daran geändert hätte haben wollen.

Kurz gefasst: "Ach wie gut, dass niemand weiß..." ist ein Buch, das selbst einem (älteren) Leser wie mich, trotz aller Gegenargumente, wünschen lässt, nochmal 17 zu sein und den süßen Herzschmerz eine junge Liebe noch einmal erleben zu dürfen.
Ein echtes Lese-Highlight!