Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Als Frau in der Welt der Auftragskiller weiß Sloane um ihre körperlichen Einschränkungen, weswegen sie direkte Konfrontationen mit ihren Aufträgen auf ein Minimum beschränkt. Bei ihrem aktuellen Auftrag geht es jedoch nicht anders, sie muss dicht an ihr Opfer heran.

Es ist seinem stets leichten Schlaf zu verdanken, dass er den Feind bemerkt. Zumal es ihn wirklich überrascht und ihm einen gewissen Respekt abverlangt, dass es dieser es überhaupt bis in seine Räume geschafft hat. Doch diesen schwächlichen Kerl am Ende zu überwältigen, bevor er was auch immer in ihn hineinspritzen kann, ist ein Kinderspiel.

Und doch ist das Oberhaupt des St. Petersburgers Petrov Clans, Ivan, überrascht und angetan davon, eine Frau aus ihrer Tarnbekleidung zu schälen. Es setzt sie fest, befragt sie und verfällt Sloane zu seiner eigenen Verwunderung mehr und mehr.

Doch auch Sloane kann ihre Anziehung gegenüber Ivan nicht verleugnen. Die wird noch größer, als sich Ivan entscheidet, mit ihr in die jüngsten Probleme seiner Familie zu erörtern. Als dann auch Sloane in ihrem Safehouse angegriffen wird, scheint alles auf einen gemeinsamen Feind hinzudeuten.

Anmerkung: ich habe die Serie im englischen Original gelesen, für ku (kindle unlimited) wird aber auch eine deutsche Übersetzung angeboten.

Ich habe zur „Underworl“-Serie der Autorin gegriffen, da die Fans, als auch die Autorin, den 2. Teil der Serie, „Snow“, als Ergänzung zum 3. Teil der „Kingmakers“-Serie, „The Bully“ zu lesen empfehlen. Soweit mir bekannt ist, braucht es das Wissen um diesen 1. Teil der „Underworl“-Serie, „Ivan“, nicht, doch ich dachte mir, wenn ich schon dabei bin, lese ich diesen Teil gleich mit. Eine kluge Entscheidung, denn das Buch hat mir großen Spaß gemacht zu lesen.

In seiner Machart hat es mich sehr an Linda Howards „Süße Rache“, im Original 2008 als „Death Angel“ erschienen, erinnert und „Ivan“ war für mich ein ebenso unterhaltsam zu lesender Romantic Suspense. Einer, der die Grenzen des Genres etwas dehnt, um dem Leser einen gewissen politisch korrekten Anstrich, bzw. romantisierte Sichtweise, zu bieten. Fluch und Segen zugleich, und der Grund, warum ich mich mit dem Mafia-Romance-Genre etwas schwertue. Doch letzten Endes kann ich ja auch Vampire, Werwölfe und Aliens akzeptieren, solange mich die Geschichte unterhält und ihre Figuren mich ansprechen.

Und das tun sie; wobei mir die Darstellung von Sloane besonders gut gefallen hat. Eine, die ihre Grenzen kennt und ihre Talente zu nutzen weiß und dabei ihre Eigenständigkeit und ihren Humor nie verliert.

Ich stimme den Kritiken zu, die schreiben, dass sie Geschichte stets vorwärtsdrängt und sich dabei an manchen Stellen etwas übereilt anfühlt – und doch hat das für mich so gepasst. Den Zusatz, dass es hierbei um einen „Dark“ Mafia Romance handeln solle, kann ich jedoch nicht nachvollziehen; und ich bin in dieser Hinsicht tatsächlich eher zartbesaitet.

Kurzgefasst: „Ivan“ verfügt, meiner Meinung, über gerade so viel „Würze“ in Sex, Aktion und Atmosphäre, dass ich ihn als einen sehr soliden, flott erzählten und aktionreichen Romantic Suspense weiterempfehlen möchte.