Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Mittlerweile geht die „Girls who dare“- Serie in die 7. Runde. Wie unschwer zu bemerken ist, habe ich den 6. Teil der Serie, die Geschichte von Bonnie und Jerome, „To Dance with a Devil“, übersprungen und mich gleich den mir deutlich sympathischeren Figuren Gorden und Ruth zugewandt. Und ich habe die Entscheidung nicht bereut.

Leider habe ich damit das erste Aufeinandertreffen von Gorden und Ruth übersprungen - die Geschichte setzt in dem Moment an, als Gorden und Ruth, 20 Minuten nach ihrem Kennenlernen, auf dem Weg nach Schottland, gemeinsam in der Kutsche sitzen.

Einerseits ist das natürlich ein wenig Schade, andererseits ist die Serie bereits so weit fortgeschritten und zu diesem Zeitpunkt so ineinander verflochten, dass ich als Leser bereits im Vorfeld genügend Informationen erhalten habe und fehlende Teil leicht ergänzen konnte.

Was auch der Grund dafür ist, warum ich zwar Gordon und Ruths Geschichte sehr genossen habe, mir jedoch das, in Lauf der Serie entstanden Ausmaß von Verflechtung, ja, ganzer Erzählstränge mit Charakteren, zukünftiger Serienteile, zu diesem Zeitpunkt der Serie, nicht mehr zusagt. Ich kann zwar nicht behaupten, dass die Autorin Gordon und Ruth nicht im Fokus hält und doch die Nebenerzählstränge nehmen, für meinen Lese-Geschmack, dennoch zu viel Platz ein.

Da diese Tendenz bereits in den Vorgänger erkennbar war, habe ich mich darauf verlegt nur noch die Teile und die Ausschnitte, der Protagonisten zu lesen, die mich ansprechen und den Rest einfach nur überflogen.

Aber zurück zu den knurrigen Highlander Gordon und der sympathischen Ruth, die über eine bewundernswerte Geduld (und Sturheit) verfügt. Ich finde, dass die Autorin die Figur mit viel Fingerspitzengefühl beschreibt und ihr einen wunderschönen und ausgeglichenen Charakter auf den Leib schreibt. Aber Ruth kann auch „Temperamentvoll“ - die perfekte Mischung als Gegenpart, zu dem verschlossenen und grummeligen Gordon.

Kurzgefasst: Gordon und Ruth sind, neben Jasper und Harriet, meine bisherigen Lieblingscharaktere der „Girls who dare“-Serie. Negativ empfand ich, dass die Serie in ihrem nunmehr 7. Teil so ineinander verstrickt ist, dass zu viele Nebenstränge erzählt werden, die mich nicht wirklich ansprechen oder die ich bereits überdrüssig geworden bin, noch bevor sie zu Hauptprotagonisten ihrer eigenen Geschichte werden. So hat mir auch der Teil von „To Winter at Wildsyde“, der sich mit seinen Hauptprotagonisten befasst, am besten gefallen.