Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

M. Leightons "BadBoy"-Trilogie steht schon eine Weile auf meinem Wunschzettel. Als mir das Buch, auf der Suche nach Liebesromanen mit Gangster-Thema, ins Auge stach, fiel mir die Entscheidung leicht mich dem endlich zu widmen.

Was das Gangster-Thema betrifft, wurde ich enttäuscht; lediglich ein klein wenig mit dem offenen Ende und einem weiterführenden Hinweis auf den Folgeteil gelockt. Es verhält sich lediglich so, dass Cashs Vater, der eine Strafe wegen Mordes im Gefängnis absitzt, halbseidene Verbindungen hat/hatte und belastendes Material, dass aktuell sein Sohn Cash hütet, entwendet hat. Damit hört meiner Meinung auch schon das "Bad" bei Cash auf.

Alles andere, was er abzieht, ist nicht "BadBoy", sondern schlicht unüberlegt und dumm und passt vielleicht in einen Historical aus dem 80zigern, aber nicht wirklich in einen New Adult von heute.
Wobei wir auch schon bei der vielberufenen Wendung sind, die für mich keine Überraschung war (und die mich auch im weiteren Verlauf der Trilogie nicht überraschen konnten). Und das ist wirklich beängstigend, weil ich eigentlich die Sorte Leser bin, die sich nur allzu bereit von Autoren vorführen und stets eifrig, in die von ihnen gewebten Fallen tappen lässt.

Vielleicht lag das daran, dass mich Olivia, und auch Cash, daran konnte auch sein BadBoy-Image nichts aufpolieren, und Nash (die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Liv, Cash und Nash erzählt) etwas gelangweilt haben und ich beim Lesen viel Muse hatte zu hinterfragen worauf die Autorin wohl hinsteuert.

Olivia ist eine nette Protagonistin, eine brave Tochter, der gute Kumpel von Nebenan. Ich mag solche Figuren, aber nur wenn sie unter ihrem Zuckerguss auch ein paar Ecken und Kanten haben, mit denen sie mich als Leser zu interessieren wissen. Das fand ich in diesem Buch lediglich bei Olivias zickiger Cousine Marissa. Marissa (und natürlich auch die Art und Weise der Auflösung des Großen und Ganzen) ist auch der Grund, warum ich die weiteren Teile lesen möchte.

Kurz gefasst: Eine flüssig zu lesende, grundsätzlich interessante Hintergrundstory, die jedoch (noch) ein wenig zerfasert und unzusammenhängend wirkt, viel leeres Geplänkel und ein paar nette Sexszenen. Muss man nicht gelesen haben, kann man aber.